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Anthropologie und Ökonomie bei Platon
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Anthropologie und Ökonomie bei Platon

15 Seiten · 2,71 EUR
(17. Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Die wissenschaftliche Diskussion über antike ökonomische Theorien kreist in der Regel um die Vorstellungen, die man bei Aristoteles findet. Dagegen wurde Platon lange Zeit marginalisiert. So galt auch für ihn das Urteil Finleys, es habe in der Antike keine Wirtschaftstheorie gegeben, weil man nur eine Theorie, die der Analyse von Marktprozessen diene, als eine solche bezeichnen könne. Auch die literarische Form stieß auf Unverständnis. Denn Platon hat, im Unterschied zu Aristoteles, keine systematisch zusammenhängende ökonomische Betrachtung angestellt, sondern seine Überlegungen in Form von literarischen Dialogen, in denen er nicht einmal selbst als Gesprächspartner auftritt, dargeboten. Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden Staatsfiktionen Politeia und Nomoi, die für eine Analyse von Platons ökonomischen Überlegungen zentral sind, nicht einem modernen egalitären Verständnis von Staat und Gesellschaft entsprechen, sodass auch dieser Umstand dazu geführt haben könnte, Platon zu vernachlässigen. Ein weiterer Grund dürfte meines Erachtens darin zu suchen sein, dass lange Zeit die Politeia im Mittelpunkt des Interesses stand. Diese geht aber aufgrund der in ihr gebotenen Staatskonzeption nicht ausführlicher auf den ökonomischen Bereich ein. Dagegen fristeten die Nomoi, die unter diesem Aspekt das facettenreichere Werk sind, lange ein Schattendasein in der Platonforschung, da sie als untypisch für Platon galten oder ihnen die Authentizität überhaupt abgesprochen wurde.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger Priddat (Hg.):
Was ist?
the author
Prof. Dr. Sabine Föllinger

studierte Klassische Philologie in Freiburg, München und Rom und wurde 1993 in Freiburg promoviert. In Mainz erfolgte 2000 die Habilitation. Von 2003-2011 war sie Professorin für Klassische Philologie/Schwerpunkt Gräzistik an der Universität Bamberg. Seit Oktober 2011 lehrt sie Gräzistik an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die griechische Tragödie, antike Philosophie, antike Biologie, antike ökonomische Literatur sowie die literarischen Formen der antiken Wissensvermittlung, insbesondere der Dialog.