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Corporate Governance
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Corporate Governance

Warum ist Wertemanagement so wichtig für eine gute Corporate Governance?

15 Seiten · 2,92 EUR
(23. März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

In den letzten Jahren hat das Thema Corporate Governance zunächst einen so kometenhaften Anstieg der Aktualität in Wissenschaft, Medien und Politik erfahren, dass es möglicherweise manchen davon überzeugt hat, es handele sich um ein "Modethema", welches die Agenden ähnlich schnell wieder verlässt, wie es aufgetreten ist. Diese Vermutung hat sich jedoch nicht als zutreffend erwiesen. Im Gegenteil, es ist festzustellen, dass sich Corporate Governance zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Teildisziplin entwickelt hat. Fragestellungen wie bspw. die Überprüfung der Grundhypothese, dass gute Corporate Governance mit steigenden Unternehmenswerten verknüpft werden kann, werden immer detaillierter verfolgt; neue Dimensionen der Diskussion werden eröffnet.

Insbesondere im Licht der Auswirkungen der jüngsten weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise erstrecken sich die Erwartungen der Gesellschaft, der Stakeholder und der Aktionäre an Unternehmen nicht mehr nur auf rein ökonomische Aspekte. Unternehmen werden beispielsweise auch für ökologische und soziale Problemstellungen verantwortlich gemacht. Deutlich wird diese Erweiterung u.a. in den Anpassungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Jahre 2009. Sie zeigen, dass nachhaltiges Management als Leitmotiv der unternehmerischen Verantwortung gefordert und Corporate Governance um Corporate Responsibility erweitert wird. Es besteht "die Verpflichtung des Vorstands und des Aufsichtsrats, im Einklang mit den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen". Der DCGK verfolgt damit nicht einen Blickwinkel, der ausschließlich einem Shareholder Value-Modell verpflichtet ist, sondern einen Stakeholder-Ansatz mit Kooperationsmodell.

Zu diesen obigen Prinzipien zählen grundlegende gesellschaftliche Werte wie soziale Sicherheit, Umweltschutz und faire Wettbewerbsbedingungen. Werte an sich verdeutlichen als Teil der Kultur einer Gesellschaft, was bzw. welches Verhalten in der Gesellschaft wertgeschätzt wird und sind damit Richtlinien für die Bewertung von Handelnden und von Handlungen. Im Unternehmen stiften sie demnach sowohl Identität als auch Orientierung. Die Qualität von Corporate Governance-Systemen wird häufig, der ökonomischen Argumentation folgend, daran gemessen, ob und inwieweit das jeweilige nationale und/oder unternehmensspezifische Corporate Governance-System die Grundhypothese unterstützt, über sinkende Agency-Kosten steigende Unternehmenswerte zu bewirken. Dieser rein an ökonomischen Werten orientierte Ansatz ist zu erweitern. Wichtig wird gleichzeitig, ob und inwieweit sich das Streben nach Unternehmenswertmaximierung mit den Anforderungen an werteorientiertes Handeln vereinbaren lässt. Zentral ergibt sich somit die Fragestellung, ob beide Ziele unabhängig voneinander sind, sich gegenseitig ausschließen oder sich möglicherweise ergänzen. Gute Corporate Governance ist damit auch im Rahmen des Wertemanagements zu diskutieren.

Diesen Fragestellungen widmet sich der vorliegende Beitrag. Dafür wird zunächst auf Begriff und Elemente der Corporate Governance eingegangen; es schließen sich theoretische Überlegungen zur Governanceethik und zur Unternehmensverantwortung an. Der letzte Teil zeigt mit dem Modell des Wertemanagements von Wieland eine praxisorientierte Möglichkeit, diese theoretischen Argumentationen im operativen und strategischen Management zu verankern.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Verantwortung in der globalen Ökonomie gestalten – Governanceethik und Wertemanagement
Stephan Grüninger, Michael Fürst, Sebastian Pforr, Maud Schmiedeknecht (Hg.):
Verantwortung in der globalen Ökonomie gestalten – Governanceethik und Wertemanagement
the authors
Prof. Dr. Alexander Bassen
Alexander Bassen

Jahrgang 1965. Nach der Promotion (1997) und der Habilitation (2001) an der European Business School International University Schloss Reichartshausen war er als Privatdozent an der Technischen Universität München tätig. Seit 2003 Inhaber der Professur für Betriebswirtschaftlehre, insbesondere Kapitalmärkte und Unternehmensführung (W3) an der Universität Hamburg. Sprecher der Kommissionen Effiziente Finanzkommunikation und Corporate Governance sowie wissenschaftlicher Berater der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA); Visiting Professor an der Bordeaux Business School und Mitglied im Advisory Panel für Nachhaltigkeit der DB Advisors/DWS.

[weitere Titel]
Dr. Christine Zöllner
Christine Zöllner

Jahrgang 1964; Dozentin an der Universität Hamburg, Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im Bereich Betriebswirtschaftslehre insbesondere Finanzierung und Investition. Sie studierte VWL und Entrepreneurship in Hamburg und promovierte dort 2007. Ihr Forschungsinteresse richtet sich auf die Wahrung effektiver und effizienter Corporate Governance.