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Das Internet als Informationsquelle für einen nachhaltigen Konsum?
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Das Internet als Informationsquelle für einen nachhaltigen Konsum?

11 Seiten · 2,56 EUR
(August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Im Jahr 2001 ist das Thema „Verbraucherinformation“ erstmals nobelpreiswürdig geworden. Die prämierten Wirtschaftswissenschaftler Akerlof, Spence und Stiglitz hatten unabhängig voneinander die wissenschaftlichen Grundlagen für die Analyse von Märkten entwickelt, in denen notwendige Informationen asymmetrisch verteilt sind. Unzureichende Informationen auf der Seite eines der Marktpartner können demnach in den meisten Fällen für das suboptimale Funktionieren von Märkten verantwortlich gemacht werden. Die Folgen derartiger Verzerrungen gehen nach den Untersuchungsergebnissen der drei Wissenschaftler bis hin zur Diskriminierung von Minderheiten auf Arbeitsmärkten oder zu haushohen Zinsen auf Kreditmärkten in Entwicklungsländern mit all ihren negativen Konsequenzen.

Mitte der 80er Jahre verzeichnete die verbraucherpolitische Debatte einen markanten Paradigmenwechsel: Statt der bisher weitgehend verfolgten Orientierung der Arbeit an der individuellen Nutzenmaximierung der VerbraucherInnen geriet nun auch die Berücksichtigung von gesellschaftlichen Interessen in das Blickfeld. VerbraucherInnen wurden auch als (Mit-) Verantwortungsträger für ökologische Folgen des Konsums, soziale Bedingungen der Produktion, Folgen für die Dritte Welt und andere gesellschaftliche Konsequenzen identifiziert. Mit dem neuen Leitbild eines „verantwortlichen Konsums“ stellte sich die Frage der dazu notwendigen Information erneut. Auch in der aktuellen Variante eines „nachhaltigen Konsums“ hängt alles davon ab, dass den Nachfragern die notwendigen Informationen zur Verfügung stehen, um die mehr oder weniger „nachhaltigen“ Anbieter und Angebote am Markt voneinander unterscheiden und das eigene Verhalten am Ziel der „Nachhaltigkeit“ ausrichten zu können.

Im einem ersten Schritt gilt es also zu prüfen, welche Lösungsbeiträge das Internet für klassische Probleme der Erstellung und Distribution von Informationen für KonsumentInnen liefern kann. Im zweiten Schritt soll dann der Frage nachgegangen werden, welche Rolle das Internet speziell bei den Aufgaben spielen kann, die aufgrund des neuen Leitbildes des „nachhaltigen Konsums“ zusätzlich entstanden sind.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Volkmar Lübke
Volkmar Lübke

Dipl. Kommunikationswirt und Dipl. Pädagoge. Mitglied des Bundesvorstands der Verbraucher Initiative, Berlin. Seit 1980 Berufstätigkeit in und für Verbraucherorganisationen in Deutschland, davon unter anderem acht Jahre in der Projektleitung des „sozial-ökologischen Unternehmenstests“.