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Saturday, April 20, 2019
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Das politische und das soziale Imaginäre
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Das politische und das soziale Imaginäre

Demokratische Aporien öffentlicher Praktiken am Beispiel der Jugendorganisation Naschi in Russland

25 Seiten · 4,75 EUR
(März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der politisch-soziologischen Bedeutung der Unwahrscheinlichkeit moderner, vorgestellter politischer Gemeinwesen. Er schließt dabei an Arbeiten an, die sich aus politischsoziologischer, kultursoziologischer und politisch-theoretischer Richtung mit den Wandlungen des politisch-kulturellen Integrationsmodus moderner, hochdifferenzierter Gesellschaften auseinandersetzen. Aus epistemologischer Sicht war es die Soziologie, welche die das europäische 19. Jahrhundert durchwehende Ahnung, dass sich der Zusammenhalt moderner Gemeinwesen fundamental von der vormoderner Gesellschaften unterscheide, zu einem Eckstein allgemeiner Theoriebildung machte.

Hiervon seien drei Konzeptelemente herausgehoben: Ferdinand Tönnies (1912) und seiner analytischen Unterscheidung zwischen gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Integrationsmodi ist es zu verdanken, diesen Unterschied überdeutlich zur Darstellung gebracht zu haben. Émile Durkheim (1996 [1893]) verband diese beiden Modi in einem modernisierungstheoretischen Narrativ zu einer Szenerie der Ablöse, in der gesellschaftsstrukturelle Differenzierungsprozesse eine entscheidende Rolle spielen, weil sie gesellschaftsübergreifende verbindliche Normorientierungen immer undarstellbarer machen. Im selben Zeitraum entwarf Georg Simmel eine Theorie des Konflikts, in der der Streit nicht länger, wie in der politischen Philosophie, in einem Antagonismus zum gesellschaftlichen Zusammenhalt verharrt, sondern unter bestimmten Umständen diesen Zusammenhalt befördern kann.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
(Un)Gleichzeitigkeiten: Die demokratische Frage im 21. Jahrhundert
Andreas Langenohl, Jürgen Schraten (Hg.):
(Un)Gleichzeitigkeiten: Die demokratische Frage im 21. Jahrhundert
the author
Prof. Dr. Andreas Langenohl
Andreas Langenohl

Andreas Langenohl arbeitet zu Themen der politischen und Kultursoziologie, der Modernisierungstheorie und der Finanzsoziologie. Sein Buch „Finanzmarkt und Temporalität: Imaginäre Zeit und die kulturelle Repräsentation der Gesellschaft“ (2007) wurde mit dem Karl-Polanyj-Preis der Sektion „Wirtschaftssoziologie“ in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für eine herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaftssoziologie ausgezeichnet. Seit 2010 ist er Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Allgemeiner Gesellschaftsvergleich an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

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