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Der
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Der "Aufbau" der großen Krise durch "business as usual" auf Finanzmärkten

36 Seiten · 7,53 EUR
(14. Januar 2010)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Der Beitrag Stephan Schulmeister ist auf die Finanzmarktkrise fokussiert. Etwas weiter ausholend, stellt der Autor den langfristig erfolgten Aufbau der großen Krise als Produkt des ?normalen? Funktionierens der Finanzmärkte dar. In der jüngsten Finanzmarktkrise, die sich zu einer Weltwirtschaftskrise entwickelte, kulminieren die systemischen Ursachen der Krise, die insgesamt darauf zurückgehen, dass sich das Gewinnstreben aller wichtigen Akteure von realwirtschaftlichen Aktivitäten zur Finanzveranlagung und -spekulation verlagert hat. Als maßgebliche Krisenfaktoren nennt Schulmeister u.a. das Aufgeben der festen Wechselkurse, die Beschleunigung der Inflation im Gefolge der Ölpreisschocks, den Übergang vieler Notenbanken zu einer restriktiven Geldpolitik mit der Folge, dass ein positives Zins-Wachstumsdifferenzial entstand, die Umstellung von Pensionssystemen auf Kapitaldeckung, die Erzeugung unrealistisch hoher Renditeansprüche, die breite Bevölkerungskreise zu Spekulation anregte. Im Gegensatz zu gängigen Erklärungen, die auf fahrlässige Kreditvergabe, Gier der Manager und zu lockere Geldpolitik abstellen, ist die Finanzmarktkrise Resultat eines Systemversagens, das sich in der mangelnden Kontrolle oder sogar Förderung spekulativer Booms nicht nur auf den Aktienmärkten, sondern auch auf den Märkten für Devisen, Rohstoffe und Finanzderivate äußert. Gefördert werden die Fehlentwicklungen durch den mainstream der ökonomischen Theorie, der kontrafaktisch an der ?efficient market?-Hypothese festhielt und ?manisch-depressive? Schwankungen der Finanzmärkte ausblendete. Anhand einer Analyse von Spekulationsstrategien auf verschiedenen Teilmärkten zeigt Schulmeister, wie in den vergangenen Jahren Aktienkurse, Wechselkurse und Rohstoffpreise in die Höhe getrieben und so ein hohes ?Absturzpotenzial? aufgebaut wurde.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Stephan Schulmeister
Stephan Schulmeister

Wissenschaftlicher Referent am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo), Wien. Lehrtätigkeit an der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien.

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