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Deutschland und Europa – Eine spannungsreiche Beziehung
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Deutschland und Europa – Eine spannungsreiche Beziehung

61 Seiten · 7,80 EUR
(07. Oktober 2019)

 
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Aus der Einleitung:

Glaubt man den neoklassisch (neoklassisch und neoliberal werden hier synonym verwandt) orientierten Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten, so liegt die Schuld für die Krise der Europäischen Union vor allem an den unverantwortlich hohen Schulden in den meisten Mitgliedsländern. Hinzu kommen strukturelle Verkrustungen insbesondere auf den Arbeitsmärkten. Diese sollen durch Reformen zur Liberalisierung aufgebrochen werden. Ins Konzept der Strukturreformen passen auch Privatisierungen bislang öffentlichen Eigentums, um den „Moloch Staat“ zu begrenzen und Effizienzgewinne zu ermöglichen.

Diese Sicht der Dinge teilen wir nicht. Wir gehen stattdessen davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung in einem gemeinsamen Währungsraum wie der Eurozone vor allem durch die Ausgestaltung der drei großen makroökonomischen Bereiche, der Lohn-, Geld- und Fiskalpolitik, geprägt wird. Um regionale Verwerfungen zu verhindern, bedarf es zusätzlich regionaler und strukturpolitischer Maßnahmen (zweites Kapitel).

Im dritten Kapitel werden wir zeigen, wie sich im Vorfeld der Großen Rezession Instabilitäten aufgebaut haben. Mit dem Ausbruch der Krise wechselte weltweit die kurzfristige Ausrichtung der Wirtschaftspolitik, indem keynesianische Elemente an Bedeutung gewannen. Dies werden wir im vierten Kapital zeigen. Allerdings schwenkten die Mitgliedsländer der EU, insbesondere auf Druck Deutschlands, sehr bald wieder auf einen neoliberalen Kurs um, mit der Folge einer erneuten tiefgreifenden Krise. Nur dank einer grundlegend veränderten Geldpolitik konnte ein Auseinanderfallen der Europäischen Währungsunion (EWU) verhindert werden. Dies bildet den Gegenstand des fünften Kapitels. Im abschließenden Kapitel werden Schlussfolgerungen gezogen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Deutschland in Europa
Klaus Voy (Hg.):
Deutschland in Europa
the authors
Prof. Dr. Michael Heine
Michael Heine

war bis 2015 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Von 2006 bis 2014 war er Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geldpolitik, Postkeynesianismus und Regionalökonomie. Europäische Währungspolitik.

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Prof. em. Dr. Hansjörg Herr
Hansjörg Herr

war bis 2016 Professor für Supranationale Integration an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind monetäre Makroökonomie, Entwicklungsökonomie und europäische Integration. Er ist einer der Gründer der Global Labour University.

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