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Thursday, August 22, 2019
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Die Abhängigkeit der Beschäftigung vom Güter-, Geld- und Arbeitsmarkt
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Die Abhängigkeit der Beschäftigung vom Güter-, Geld- und Arbeitsmarkt

Wege und Irrwege ihrer graphischen Veranschaulichung

29 Seiten · 4,99 EUR
(Februar 2019)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Der Beitrag von Jürgen Kromphardt mit dem Titel "Die Abhängigkeit der Beschäftigung vom Güter-, Geld- und Arbeitsmarkt: Wege und Irrwege ihrer graphischen Veranschaulichung" greift ein didaktisches Manko der Vermittlung der Theorie von Keynes auf, nämlich das Fehlen einer graphischen Darstellung des dieser Theorie adäquaten Arbeitsmarkts. Dies hat zur Folge, dass in der Literatur fast ausschließlich nur das neoklassische Grundmodell des Arbeitsmarktes bei vollständiger Konkurrenz verwendet wird und damit die Vorstellungen über den Arbeitsmarkt prägt, so wie das IS/LM-Modell oder die Phillipskurve das Denken über gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge stark beeinflusst haben.

Um dieser Einseitigkeit zu begegnen, knüpft der Autor an das bei Arbeitsmarktökonomen weithin akzeptierte "Referenzmodell des Arbeitsmarkts" an, das die durch Tarifverträge und gesetzliche Regelung beschränkte Konkurrenz auf diesem Markt berücksichtigt. Das Modell muss allerdings um eine Kurve der vom Gütermarkt abhängigen Nachfrage nach Arbeit ergänzt werden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden. So erweitert zeigt das Referenzmodell auf, wie je nach Lage der Angebots- und Nachfragekurven keynesianische (nachfragebedingte) oder (neo-)klassische (lohnniveaubedingte) Arbeitslosigkeit auftreten kann.

Dieses Modell ist also offen für beide Ursachen, statt wie das neoklassische Grundmodell nur lohnniveaubedingte Arbeitslosigkeit zuzulassen. Wegen dieser Offenheit bedauert der Autor, dass von den vier deutschsprachigen Lehrbüchern zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungstheorie nur drei das Referenzmodell behandeln, alle ohne die sachlich notwendige Erweiterung um die Arbeitsnachfragekurve. In den 13 einbezogenen Lehrbüchern zur Makroökonomie ist der Anteil derer, die das Referenzmodell behandeln, deutlich kleiner; noch schlechter sieht es bei den Lehrbüchern zur Volkswirtschaftslehre aus. Dies ist umso erstaunlicher, als das Referenzmodell (auch ohne Erweiterung) es ermöglicht, das Funktionieren des Arbeitsmarktes bei beschränkter Konkurrenz zu präsentieren, statt bei dem realitätsfernen Konstrukt der vollständigen Konkurrenz stehen zu bleiben.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Bedia Sahin (Hg.):
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
the author
Prof. Dr. Jürgen Kromphardt
Jürgen Kromphardt

langjähriger Vorsitzender der Keynes-Gesellschaft, seit 2013 Ehrenvorsitzender. Tätigkeit in der EWG-Kommission in Brüssel, Habilitation in Münster, 1968-1980 o. Professor der Volkswirtschaftslehre in Gießen, danach an der TU Berlin, 1999-2004 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

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