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Die Umwelt(un)verträglichkeit der neuen Medien
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Die Umwelt(un)verträglichkeit der neuen Medien

14 Seiten · 2,85 EUR
(August 2006)

 
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Aus dem Fazit:

Der hohe Ressourcenverbrauch durch die Informationstechnologie selbst und die Lebensstileffekte zeigen, dass eine nachhaltige Entwicklung in der Informationsgesellschaft keineswegs ein Selbstläufer ist. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, dass sich die Technologie zu einer „Büchse der Pandora“ in Bezug auf den Ressourcenverbrauch entwickelt. Daher ist Gegensteuern unumgänglich. Diskutiert wurden hier der Bewusstseinsansatz sowie der Ansatz der veränderten Rahmenbedingungen. Beide scheitern, wenn sie alleine verfolgt werden:

- der Bewusstseinsansatz scheitert, solange nicht-nachhaltiges Verhalten durch die bestehenden Rahmenbedingungen eher belohnt als bestraft wird. Ökoschizophrenie, also ein wenig umweltfreundliches Verhalten auch bei denjenigen Bürgerinnen und Bürgern, die dem Umweltschutz positiv gegenüberstehen, ist das Haupthindernis.

- Der Ansatz der veränderten Rahmenbedingungen scheitert, wenn er nicht von einem sich ändernden Bewusstsein der Bevölkerung begleitet wird. Die „demokratische Bremse“ verhindert dann eine Umgestaltung des Anreizsystems, wenn die verantwortlichen Politiker mit einer Abwahl rechnen müssen.

Allerdings können sich die beiden Ansätze, wenn man sie gleichzeitig verfolgt, auch gegenseitig verstärken: Veränderte Rahmenbedingungen wirken dem Haupthindernis des Bewusstseinsansatzes, der Ökoschizophrenie, entgegen und Maßnahmen, die das Bewusstsein verändern, erleichtern den Weg zu veränderten Rahmenbedingungen. Jeder Ansatz hilft also, die Hemmschuhe des jeweils anderen Ansatzes zu entfernen. Daher ist nur ein kombinierter Ansatz erfolgversprechend.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Thomas Schauer

seit 1998 Leitung von Forschungsprojekten im Bereich nachhaltige Entwicklung und neue Technologien in der Abteilung Umweltinformationssysteme am FAW Ulm.