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Sunday, May 26, 2019
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Die ewige Krise der Wirtschaftswissenschaft
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Die ewige Krise der Wirtschaftswissenschaft

22 Seiten · 4,35 EUR
(Juni 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Es geht mir in den folgenden Abschnitten nicht darum, jede Kritik an der Wirtschaftswissenschaft zu diskreditieren. Die Kritik an einigen Trends der zeitgenössischen Makroökonomik erscheint mir im Gegenteil durchaus überzeugend. Ich möchte vielmehr im Folgenden die Krisenrhetorik selbst etwas näher betrachten, und ich möchte zumindest einige Zweifel an der populären Meinung schüren, dass diese Rhetorik dem Zustand der Wirtschaftswissenschaft insgesamt angemessen ist und durch die Finanzkrise zu erklären ist. Nach meiner Vermutung verdankt die Krisenrhetorik ihre Popularität vor allem überzogenen Erwartungen an die Wirtschaftswissenschaft, die auf einem zu stark vereinfachten Bild von wirtschaftswissenschaftlicher Theoriebildung und ihrem Verhältnis zur wirtschaftspolitischen Beratung basieren. Dass sich dennoch auch renommierte Wirtschaftswissenschaftler an der Etablierung dieser radikalen Rhetorik beteiligen, lässt sich nach meiner Vermutung nicht allein durch objektive Mängel der etablierten Wirtschaftswissenschaft erklären. Vielmehr artikuliert sich darin wohl auch das Interesse, das jeweils eigene Forschungsprogramm voranzutreiben und zu vermarkten. Weil die allgemeine Öffentlichkeit diese wissenschaftsinterne Konkurrenz nicht kennt und darüber auch nicht angemessen ins Bild gesetzt wird, entsteht bei ihr der Eindruck einer krisenhaften Situation der Wirtschaftswissenschaft insgesamt. Ein solcher Eindruck ist aber durch die wissenschaftliche Entwicklung dieser Disziplin gerade im Verlauf des letzten Jahrhunderts nicht gerechtfertigt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Eigentum und Recht und Freiheit
Detlev Ehrig, Uwe Staroske (Hg.):
Eigentum und Recht und Freiheit
the author
Dr. Carsten Köllmann
Carsten Köllmann

Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Zürich im universitären Forschungsschwerpunkt Ethik