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Empirische Analysen in der Evolutionsökonomik: Quantilsregression versus Mittelwertregression
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Empirische Analysen in der Evolutionsökonomik: Quantilsregression versus Mittelwertregression

Mit einem 3seitigen Korreferat von Marco Lehmann-Waffenschmidt

19 Seiten · 3,20 EUR
(Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Die Nachteile von Mittelwertüberlegungen bei empirischen Analysen werden auf drastische Art und Weise in Metaphern persifliert wie z.B. derjenigen vom Hasen, der im Mittel tot ist, nachdem der Jäger einmal links und einmal rechts an ihm vorbeigeschossen hat. So können auch Regressionsanalysen, die auf das Mittelwertprinzip rekurrieren, dem Ziel einer adäquaten Analyse von Prozessen des Wandels in ökonomischen Systemen nicht gerecht werden, für die die Beachtung einer möglichen Heterogenität in der Akteurspopulation erforderlich ist. Jens Krüger plädiert daher für eine Regressionsmethode, die Ende der 70er Jahre entwickelt wurde und die anstatt auf der konventionellen Mittelwertanalyse auf der Analyse der Quantile der bedingten Verteilung einer Zufallsvariablen beruht. Die Quantilsregression überzeugt als evolutorisch adäquate Alternative zumittelwertorientierten empirischen Analysemethoden, wie Krüger u.a. am Beispiel der Produktivitätsentwicklung im US-amerikanischen verarbeitenden Gewerbe zwischen 1958 und 1996 beweist. Auf der Grundlage eines Markov-Modells findet Krüger in seiner Analyse schließlich eine positive Antwort auf die Frage, ob branchendifferenzielle Effekte der Zustandsabhängigkeit und der Persistenz der Produktivitätsdynamik festgestellt werden können.

In seinem Korreferat hebt Marco Lehmann-Waffenschmidt das Verdienst Krügers hervor, eine empirischen Analysemethode zu verwenden, die den erhöhten Anforderungen des evolutorischen Ansatzes Rechnung trägt. Krügers Bestätigung der „success-breeds-success“- bzw. Pilze-Hypothese differenziellen Branchenwachstums in einer Volkswirtschaft, bei der es um die Frage geht, ob Branchen gleichmäßig („wie ein Hefeteig“) oder unterschiedlich („wie Pilze“) wachsen (Harberger, Metcalfe), lädt zu weiteren Fallstudien mit vergleichbarer Fragestellung ein, wie Lehmann-Waffenschmidt betont. Als relevantes Beispiel für eine solche Anwendung bietet sich z.B. der deutschdeutscheWiedervereinigungsprozess an, der auch im 14. Jahr seit der Wiedervereinigung nicht zu einer Konvergenz der Produktivität und Leistungserbringung zwischen den alten und den neuen Bundesländern geführt hat, sondern zu einer seit 1998 persistenten Lücke von ca. 30–40 %.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Institutioneller Wandel, Marktprozesse und dynamische Wirtschaftspolitik
Marco Lehmann-Waffenschmidt, Alexander Ebner und Dirk Fornahl (Hg.):
Institutioneller Wandel, Marktprozesse und dynamische Wirtschaftspolitik
the authors
Prof. Dr. habil. Marco Lehmann-Waffenschmidt
Marco Lehmann-Waffenschmidt

geb. 1956, ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insb. Managerial Economics an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Dresden.

[weitere Titel]
Dr. Jens Krüger

Lehrstuhl für Mikroökonomik, Fakultät Wirtschaftswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena