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Fiktion und Narration in der Ökonomie

Interdisziplinäre Perspektiven auf den Umgang mit ungewisser Zukunft

318 Seiten ·  38,00 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1477-7 (23. Juni 2021 )

 
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Fiktionen und Narrationen spielen in der Ökonomie in unterschiedlichen Formen eine zentrale Rolle, sei es als 'große Erzählungen' oder Metaphern in der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie, als Zukunftserwartungen spekulativ handelnder Akteure, als Renditeversprechen von Aktiengesellschaften, als Werbemaßnahmen von Finanzdienstleistern, in Prognosen wirtschaftlicher Entwicklungen, in der Legitimation politischer Maßnahmen oder, ganz grundlegend, im Mechanismus der Wertzuschreibung des Geldmediums. Anders als literarische Fiktionen, die im Modus des Als-Ob operieren, sind ökonomische Fiktionen in der Regel darauf angelegt, Erwartungen und Wünsche so zu behandeln, als sei es gewiss, dass diese Realität werden. Der Verzicht auf den Einsatz expliziter Fiktionssignale in ökonomischen Narrativen bewirkt darüber hinaus, dass nicht allein der fiktionale Status des Dargestellten verschleiert wird, sondern auch, dass zuweilen nicht einmal überdeutliche Fiktionssignale - wie Merkmale des Wunderbaren bzw. Märchenhaften - als solche wahrgenommen werden. Der vorliegende Band bietet interdisziplinäre Perspektiven auf Aspekte der Fiktionalität und Narrativität in der Ökonomie, die bislang kaum untersucht wurden. Bedeutet jede Form der Narrativierung immer schon einen Grad an Fiktionalisierung? Inwiefern gibt es hier graduelle Unterschiede? Und wie lassen sich unterschiedliche ökonomische Fiktionen in diesem Kontext differenziert beschreiben und einordnen?


Christine Künzel und Birger P. Priddat
Vorwort

Dirk Baecker
Negation und Imagination im Kalkül der Wirtschaft

Till Breyer
Poesie und Papiergeld. Zur Literatur- und Theoriegeschichte ökonomischer Fiktionen (Goethe, Keller, Walras, Friedman)

Wolf Dieter Enkelmann
Die Kunst, Zukunft zu denken zwischen Selbstbehauptungsbedürfnissen, Fortschrittsglauben und Klimakrise

Julia Genz
Hypertrophes Erzählen. Narration und Ökonomie als evoluierende Systeme am Beispiel von Nikolai Gogols Die toten Seelen und William Gaddis' JR

Steffen W. Groß
Das Ende der 'Großen Erzählung'? Die Ökonomik als Beleg für die nachhaltige Anziehungkraft, Persistenz und Performanz von Meta-Narrativen

Christine Künzel
Narrative Deals: Ökonomisches Storytelling als confidence game

Maximilian Locher
Geschlossene offene Zukunft? Über die Medienverhältnisse der Öffnung und Schließung der Zukunft in der Ökonomie

Ernst Mohr
Das Schweigen der Dingwelt und sein ökonomischer Widerhall

Günther Ortmann
Tom & Jerry. Über notwendige Fiktionen

Walter Otto Ötsch
Narration und Imagination. Die Rolle von imaginierten Bildern in der Geschichte der Wirtschaftstheorie

Birger P. Priddat
Was erwarten wir alles von der Erwartung? Über das Verhältnis von Erwartung, Spekulation, Imagination, Fiktion, Hoffnung, Narration und Kalkül in der Ökonomie

Michael Seewald
Performativity, Reflexivity, Contingency. Why Fiction and Narrative Are Essential To Keep Financial Markets Going


the editors
PD Dr. Christine Künzel
Christine Künzel Privatdozentin am Institut für Germanistik der Universität Hamburg; z.Zt. Vertretungsprofessorin an der TU Dortmund. [weitere Titel]
Prof. em. Dr. Birger P. Priddat
Birger P. Priddat ist Seniorprofessor für Wirtschaft und Philosophie an der Universität Witten/Herdecke und an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Forschungsgebiete: Wirtschaftsphilosophie, Institutionenökonomie, Theoriegeschichte der Ökonomie, digitale Ökonomie. [weitere Titel]
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