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Frühe deutsche Nationalökonominnen

Eine Spurensuche

"Geschichte der deutschsprachigen Ökonomie"  · Band 39

347 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-838-1 (November 2018 )

Register, Fotos und Faksimilies

 
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Die wissenschaftlichen Beiträge früher Nationalökonominnen im deutschsprachigen Raum sowie ihre Rolle im öffentlichen Leben und an den Universitäten sind bisher wenig erforscht. Während für den englischsprachigen Raum bereits mehrere Arbeiten vorliegen, besteht hinsichtlich der Aufarbeitung, Einordnung und Bewertung der wissenschaftlichen Leistungen früher deutschsprachiger Nationalökonominnen Nachholbedarf. Der vorliegende Aufsatzband stellt diesbezüglich einen Anfang dar. Es werden das Werk und Wirken von fünf Ökonominnen vorgestellt, die als Frauen in ihrer Wissenschaftsdisziplin neue Pfade beschritten und damit den Weg ebneten für Nachfolgerinnen. Elisabeth Gnauck-Kühne benötigte als eine der ersten Nationalökonominnen Deutschlands noch eine Sondergenehmigung für das Studium. Die 44 Jahr später geborene Elisabeth Flitner gehörte zu den ersten regulär eingeschriebenen Studentinnen der Nationalökonomie. Beide beschäftigten sich in ihren Dissertationen mit aktuellen sozialpolitischen Fragestellungen und schieden nach der Promotion aus dem wissenschaftlichen Leben aus. Charlotte von Reichenau strebte nach ihrem in der Zwischenkriegszeit absolvierten Studium eine akademische Laufbahn an. Eine Professur blieb der Haushalts- und Konsumtheoretikerin jedoch versagt. Im Gegensatz zu dieser Theoretikerin suchte die Marxistin Marguerite Kuczynski durch politisches und gesellschaftliches Engagement immer wieder den Bezug zur Praxis. Internationales Ansehen erlangte sie jedoch mit ihren Forschungen zur Physiokratie. Elisabeth Liefmann-Keil ist die einzige der hier vorgestellten Frauen, die ein Ordinariat für Volkswirtschaftslehre erhielt. Geprägt durch den Ordoliberalismus, erarbeitete sie eine ökonomische Theorie der Sozialpolitik, die Pioniercharakter hat und wirkte als Expertin und wissenschaftliche Beraterin an der Gestaltung der Sozialpolitik in der Bundesrepublik mit.

Elisabeth Allgoewer und Ute Lampalzer
Von der Gasthörerin zur ordentlichen Professorin. Zur Einordnung der Beiträge dieses Bandes

Elisabeth Allgoewer und Angelika Schaser
Bildung als Schlüssel zur Lösung der Frauenfrage. Die Pädagogin, Frauenrechtlerin und Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Gnauck-Kühne (1850-1917)

Sünje Lorenzen
Nationalökonomie, Sozialpolitik und Gerechtigkeit. Elisabeth Flitner (1894-1988)

Sophia Schulze Schleithoff
Zwischen Wissenschaft und Staatsdienst. Die Ökonomin und Statistikerin Charlotte Lorenz (1895-1979)

Nicole Graf
Ein Leben mit Widersprüchen. Die Haushaltsökonomin und Konsumtheoretikerin Charlotte von Reichenau (1890-1952)

Ute Lampalzer
Von den "Goldenen Zwanzigern" in den USA bis zum "realen Sozialismus" in der DDR. Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin Marguerite Kuczynski (1904-1998)

Teresa Schneiders
Pionierin einer ökonomischen Theorie der Sozialpolitik. Die Volkswirtin Elisabeth Liefmann-Keil (1908-1975)

the editor
Prof. Dr. Elisabeth Allgoewer
Elisabeth Allgoewer Universität Hamburg, Institut für Wirtschaftssysteme, Wirtschafts- und Theoriegeschichte [weitere Titel]
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