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Monday, September 16, 2019
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Geld und Kredit: eine €-päische Perspektive

204 Seiten ·  19,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1105-9 (Dezember 2014 )

 
lieferbar Dieses Buch ist bereits in einer neuen Auflage erschienen!
 

Die Theorie von Geld und Kredit standen in den letzten Jahren so stark im Mittelpunkt wie lange nicht mehr. Das Zusammenspiel der Zentralbank, die Zentralbankgeld oder auch Reserven schöpft, mit den Geschäftsbanken, die ihrerseits Giralgeld oder auch Einlagen schöpfen, ist zentral für €-päische Themen rund um das Zahlungssystem TARGET2, quantitative easing, lender of last resort, LTROs, die Verzinsung der Staatsanleihen und die Zinssetzung der EZB mit den seit jüngstem negativen Einlagezinsen für die Geschäftsbanken.

In dieser Veröffentlichung werden Geld und Kredit mithilfe einer bilanziellen Betrachtung erklärt. Es werden die sogenannten T-Konten, welche Forderungen und Verbindlichkeiten abbilden, für die wichtigsten Akteure erklärt. Wie schöpft eine Zentralbank Geld? Wie vergibt eine Geschäftsbank einen Kredit, und braucht sie dazu eine Ersparnis? Wie begibt der Staat eine Staatsanleihe, wo hat er sein Konto und was bedeutet das für die T-Konten der anderen Akteure?

Die gewählte Methodologie ermöglicht ein Verständnis der wesentlichen bilanziellen Zusammenhänge einer Volkswirtschaft und bietet dadurch eine alternative Sicht auf die €-päischen Themen. So folgt auf die Vorstellung der modernen Geldtheorie ein kurzes makroökonomisches Modell, welches auf den geldtheoretischen Erkenntnissen beruht. Dieses wird in der Folge auf die Eurozone angewandt. Durch die Analyse wird deutlich, dass die Probleme mit der Staatsverschuldung nicht der Auslöser, sondern eine Folge der aktuellen Krise sind. Grundlegendes Problem für den Wirtschaftskreislauf sind die Spätfolgen der Immobilienkrisen in Spanien und Irland.

Während vor Einführung des Euros weder Regierungen noch Zentralbanken in die Insolvenz gehen konnten, wurde dies durch die sogenannte "no bail-out"-Klausel aufgehoben. Nun entscheiden Finanzmärkte oder die Troika darüber, ob ein Haushalt der durch ein demokratisches Votum legitimierten Regierung eines Nationalstaats genehmigt wird oder nicht. Diese Entmündigung der Demokratie ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern auch makroökonomisch unsinnig.

Im letzten Teil des Buches werden die möglichen Schritte diskutiert, um Europa wieder aus der Krise zu führen. Die nachfrageseitigen Probleme werden vor dem Hintergrund der Geldtheorie und des makroökonomischen Rahmens diskutiert und einige Lösungsvorschläge analysiert. Unabdingbar scheint die Einrichtung einer staatlichen Institution, welche die Länder oder Europa als ganzes wieder in die Lage versetzt, die staatlichen Ausgaben zu erhöhen.

Auch wenn die EZB den Regierungen etwas Zeit verschafft hat, müssen wir schleunigst den Kreditkreislauf wieder in Gang bringen. Nur so können wir in Europa die Souveränität zurückgewinnen und einen großen Schritt in Richtung Beschäftigung, Wohlstand und Wachstum machen.

Video: Wirtschafts-Studenten klagen über Einheitsbrei

Viele Wirtschaftsstudenten in Deutschland sind unzufrieden mit dem, was sie lernen sollen. Zu theoretisch, zu formalistisch, zu wirklichkeitsfremd, sagen sie. Bundesweit haben sie sich inzwischen im Netzwerk "Plurale Ökonomik" zusammengeschlossen, dem sich Gruppen von 24 Universitäten zwischen Hamburg und München angeschlossen haben. Dirk Ehnts ist einer der Ökonomen, den die Studenten an die FU geholt haben. Er referiert über Geldtheorie. Der Dozent für Volkswirtschaftslehre arbeitet sonst an einer kleinen, gemeinnützigen Uni, dem Bard College Berlin. Auch Ehnts meint, dass in der Volkswirtschaftslehre zurzeit nur eine Schule vertreten werde. Andere Schulen zuzulassen "würde interessante Diskussionen hervorrufen", sagt der Ökonom...

the author
Prof. Dr. Dirk H. Ehnts
Dirk H. Ehnts ist Vertretungsprofessor für European Economics an der Europa-Universität Flensburg und Dozent für Volkswirtschaftslehre am Bard College Berlin - A Liberal Arts University. [weitere Titel]
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