sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Ökonomie  » Arbeit, Geld, Kapital, Produktion & Preise  » Geld & Finanzmärkte 
Herausforderungen der Wirtschafts- und Währungsunion
Downloadgröße:
ca. 556 kb

Herausforderungen der Wirtschafts- und Währungsunion

22 Seiten · 5,18 EUR
(14. Januar 2010)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung der Herausgeber:

Stefan Ederer, Markus Marterbauer und Ewald Walterskirchen arbeiten die „Ursachen der Wachstumsdivergenzen“ im Euro-Gebiet heraus. Dafür stellen sie die tatsächliche Entwicklung den Erwartungen gegenüber, die vor Beginn der Währungsunion gehegt wurden. Es wurde erwartet, Staaten mit niedrigeren Preissteigerungen und dadurch steigender preislicher Wettbewerbsfähigkeit würden rascher wachsen als Staaten mit abnehmender Wettbewerbsfähigkeit. Dadurch erhoffte man eine Konvergenz der Inflationsraten als Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldpolitik. Außerdem erwartete man für den Euro-Raum eine Beschleunigung des Wachstums. Eingetreten ist jedoch das Gegenteil: Die Inflationsraten drifteten immer weiter auseinander; gerade die Staaten mit hoher und steigender Wettbewerbsfähigkeit (insbesondere Deutschland) wuchsen besonders langsam, während die Staaten am anderen Ende des Spektrums (wie Spanien) ein überdurchschnittliches rasches Wachstum erlebten.

Die Autoren sehen im Rückgang der Lohnquote und in der damit verbundenen Konsumschwäche den Hauptgrund für das niedrige und divergierende Wachstum. Denn in großen Staaten wird der Rückgang der Konsumgüternachfrage durch höhere Investitionen und Exporte nur zu einem geringen Teil ausgeglichen, wie empirische Untersuchungen zeigen. Für den gesamten Euro-Raum mit seinem geringfügigen Exportüberschuss gilt dies in besonders hohem Maße. Für kleinere Staaten allerdings lohnt es sich, mittels Lohnzurückhaltung eine exportorientierte Wachstumsstrategie zu verfolgen.

In ihren wirtschaftspolitischen Empfehlungen plädieren die Autoren dafür, die bisherige wirtschaftpolitische Strategie zu ändern und nicht nur die Finanzmärkte besser zu regulieren, sondern alle Versuche zu unterstützen, europaweit die Lohnpolitik zu koordinieren und in den einzelnen Mitgliedstaaten (und dort insbesondere in Deutschland und Österreich) den Einkommens- und Nachfrageeffekt der Lohnentwicklung stärker zu gewichten.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the authors
Dr. Ewald Walterskirchen
Ewald Walterskirchen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO.

[weitere Titel]
Dr. Markus Marterbauer
Markus Marterbauer

Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Wien.

[weitere Titel]
Dr. Stefan Ederer
Stefan Ederer

2005 bis 2007 Mitarbeiter am Institut für Geld- und Finanzpolitik der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 2007 arbeitet er für das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) und ist Lektor an der Universität Wien und an der Wirtschaftsuniversität Wien.

[weitere Titel]