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Hochschulsteuerung unter Unsicherheit
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Hochschulsteuerung unter Unsicherheit

Ein Erfahrungsbericht

13 Seiten · 2,95 EUR
(21. Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Im Hochschulsystem Deutschlands vollziehen sich gegenwärtig erhebliche Veränderungen, die langfristig gewiss prägender als die heftig geführte Bologna-Debatte sein werden. Durch die Föderalismusreform und das daraus resultierende sogenannte Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern weichen mittlerweile die finanziellen Ausstattungen der Hochschulen zwischen den Bundesländern erheblich voneinander ab. Zugleich hat sich das Angebot an zeitlich befristeten Mitteln für Projekte sprunghaft erhöht. Diese müssen in Wettbewerbsverfahren eingeworben werden, gewährleisten die Finanzierung von Hochschulen jedoch nicht dauerhaft. Die Konkurrenz zwischen den Hochschulen wurde durch einige Landesregierungen nochmals verschärft, indem beispielsweise Finanzierungsmodelle eingeführt wurden, die auf erreichte oder erwartete Leistungen ausgerichtet sein sollen, jedoch Hochschulen nicht "ausfinanzieren".

Diese Konstellation hat die Unsicherheiten an den Hochschulen erkennbar erhöht und den Bedarf an Steuerungsinstrumenten sichtbar werden lassen. Allerdings sind die Governancestrukturen, die im Wesentlichen durch die Landeshochschulgesetze vorgegeben werden, für diese neuen Herausforderungen nur unzureichend geeignet und weichen zudem je nach Bundesland erheblich voneinander ab. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass sich das deutsche Hochschulsystem stark ausdifferenziert und mit den Einteilungen in Universitäten, Fachhochschulen oder duale Hochschulen nicht länger sachadäquat beschrieben werden kann. Allerdings reagieren die politisch Verantwortlichen nur sehr zögerlich auf diese neuen Trends.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Michael Heine
Michael Heine

war bis 2015 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Von 2006 bis 2014 war er Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geldpolitik, Postkeynesianismus und Regionalökonomie. Europäische Währungspolitik.

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