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Kapitaleinkommensbesteuerung zwischen Wettbewerb und Harmonisierung
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Kapitaleinkommensbesteuerung zwischen Wettbewerb und Harmonisierung

28 Seiten · 3,94 EUR
(Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

„Das Kapital ist ein scheues Reh.“ Diese häufig zitierten, dem einstigen Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller zugeschrieben Worte gelten vor allem für Portfolio-Investitionen, also Geldanlagen auf den Finanzmärkten, bei Banken oder anderen Finanzintermediären. Die Besteuerung spielt dabei eine maßgebliche Rolle.

Schaut man auf die Steuerpraxis vieler Ländern, so wird das „scheue Reh“ zumeist gehegt und gepflegt, und teilweise auch angelockt. Viele Steuersysteme begünstigen bestimmte Anlageformen, gewähren Sparerfreibeträge für private Haushalte und Gestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen. Ferner gibt es Vollzugsdefizite bei der Erfassung der Kapitaleinkünfte. Die fortschreitende Internationalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen („Globalisierung“) führt tendenziell zu einem Steuerwettbewerb um Anlagekapital und mobile Unternehmensfunktionen. Zinseinkünfte von Ausländern sind häufig quellensteuerfrei gestellt, und nicht selten gewähren die nationalen Regierungen gezielte Steuervergünstigungen für mobile Unternehmensfunktionen und Sachinvestitionen. Vor diesem Hintergrund ist in den letzten Jahren die Bereitschaft gewachsen, durch verstärkte internationale Kooperation der nationalen Steuerpolitiken zumindest „unfairen“ Steuerwettbewerb zu begrenzen.

In diesem Beitrag werden die Perspektiven der Kapitaleinkommensbesteuerung zwischen Wettbewerb und Harmonisierung diskutiert. Im Vordergrund steht dabei die Besteuerung von Kapitalerträgen – Zinsen und Dividenden. Internationale Sach- bzw. Direktinvestitionen werden nur am Rande behandelt, hierzu müsste zusätzlich in die komplexe Materie der nationalen und internationalen Unternehmensbesteuerung eingestiegen werden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Regeln für den europäischen Systemwettbewerb
Walter Müller, Oliver Fromm, Bernd Hansjürgens (Hg.):
Regeln für den europäischen Systemwettbewerb
the author
Stefan Bach
Stefan Bach

Wissenschaftlicher Referent in der Abteilung Staat des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin.

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