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Kollaborative Vertragsprozesse und Netzwerke
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Kollaborative Vertragsprozesse und Netzwerke

Williamson and beyond

36 Seiten · 4,90 EUR
(25. März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Verträge, als komplexe Form der Transaktion, sind die Basisoperationen einer Marktökonomie. Verträge haben – Coase hatte das 1937 bereits herausgestellt

(i) eine individuelle Suchphase (Suche potenzieller Vertragspartner)

und (ii) eine kollaborative Vertragseinigungsphase. Final, in ihrem letzten Moment, sind Transaktionen, wenn auch temporär, Kooperationen.

Der "Vertrag" ist die spezifische Form einer Transaktion, die eine juridische Hülle hat, aber einen ökonomischen Kontent. Coase und Williamson haben das für relationale Verträge definiert; letztlich aber sind alle Transaktionen relational, d.h. in ihren Bindungen offen (das zeigt sich, wenn ex post rechtlich geklagt wird, weil die Bindungen offen waren und man keinen Konsensus hat). Die Schließung der Verträge geschieht durch das bargaining ihrer Vertraglichkeit: was aber in das bargaining hineingenommen wird, bleibt potenziell offen.

Das entspricht weder dem Bild, das die Ökonomie sich neoklassisch, noch dem Bild, das sie sich institutionenökonomisch macht, denn Verträge sind in ihrem Kern Kooperationen: zwei Partner, die final übereinstimmen, realisieren nicht nur ihre jeweiligen Nutzen, sondern auch eine spezifische Übereinkunft bzw. eine Kooperationsrente (mutual advantage).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Verantwortung in der globalen Ökonomie gestalten – Governanceethik und Wertemanagement
Stephan Grüninger, Michael Fürst, Sebastian Pforr, Maud Schmiedeknecht (Hg.):
Verantwortung in der globalen Ökonomie gestalten – Governanceethik und Wertemanagement
the author
Prof. Dr. Birger P. Priddat
Birger P. Priddat

geb. 1950, Seniorprofessur für Wirtschaft und Philosophie, Wirtschaftsfakultät, Universität Witten/Herdecke; arbeitet an Themen zwischen Philosophie und Wirtschaft, vor allem auch an der Theoriegeschichte der Ökonomie.

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