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Sunday, September 15, 2019
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Macht im ökonomischen Gesetz: ein Blick auf den Weltmarkt
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Macht im ökonomischen Gesetz: ein Blick auf den Weltmarkt

Eine Bilanz

28 Seiten · 4,44 EUR
(November 2008)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Eine in den bisherigen Beiträgen weitgehend ausgeblendete Institution, den Weltmarkt, nimmt Utz-Peter Reich (Mainz) in den Blick, wenn er die im ökonomischen Gesetz enthaltene Macht am Beispiel der internationalen Wirtschaftsbeziehungen erörtert. Er weist zunächst darauf hin, dass die beiden zentralen Begriffe „Macht“ und „Gesetz“ im gewöhnlichen Unterrichtskanon der Volkswirtschaftslehre gar nicht enthalten sind. Deswegen beginnt er seinen Beitrag mit einer begrifflichen Klärung. Die Referenzsituation der Machtlosigkeit im allgemeinen Gleichgewicht stellt er dadurch in Frage, dass er sich das „Gesetz des einen Preises“ auf dem Weltmarkt vornimmt. Wenn ein Dollar auf der ganzen Welt die gleiche Kaufkraft besäße, wäre dies ein starkes Argument für den Weltmarkt als machtfreie Sphäre. Im Rahmen der neoklassischen Analyse müssten die Wechselkurse der Kaufkraftparität entsprechen, aber das ist keineswegs durchgängig der Fall; auch eine Bewegung hin zu einem derartigen Gravitationszentrum kann nicht generell unterstellt werden. Dies ist nach Reich unzweifelhaft eine Verletzung des ökonomischen Gesetzes. Der Tausch auf dem Weltmarkt dient nicht nur dem Ausgleich von Produktion und Konsumtion, sondern er verselbständigt sich nach Auffassung des Verfassers im Hinblick auf die Werterhaltung des im Tausch geschaffenen Vermögens. Nach seiner Analyse folgt der Wechselkurs einer Währung weniger den Transaktionen der Handelsbilanz als vielmehr derjenigen der Kapitalbilanz. Das hier von Utz-Peter Reich am Beispiel der Kaufkraftparitäten angesprochene Problem der unzureichenden Verzahnung von monetärer und realwirtschaftlicher Analyse kann zugleich als wichtiger Hinweis auf die Begrenzung des neoklassischen Tauschparadigmas verstanden werden, das Geld nur als Recheneinheit („numéraire“), nicht aber als Instrument des Tausches und der Wertaufbewahrung kennt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Macht oder ökonomisches Gesetz?
Johannes Berger, Hans G. Nutzinger (Hg.):
Macht oder ökonomisches Gesetz?