sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Thursday, September 19, 2019
 Startseite » Ökonomie  » Entwicklung, Wachstum & Wissen  » Globalisierung & Außenhandel 
Macht in der kapitalistischen Wettbewerbsökonomie im Kontext der Globalisierung
Downloadgröße:
ca. 187 kb

Macht in der kapitalistischen Wettbewerbsökonomie im Kontext der Globalisierung

39 Seiten · 5,60 EUR
(November 2008)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung der Herausgeber:

Otto Roloff (Wuppertal) thematisiert „Macht in der kapitalistischen Wettbewerbsökonomie im Kontext der Globalisierung“. Dabei bemüht er sich zunächst um die theoretische Fundierung des Begriffs „abhängig Beschäftigte“, indem er zu zeigen sucht, dass sich die abhängig Beschäftigten in der kapitalistischen Wettbewerbsökonomie der Macht der Kapitaleigner unterordnen müssen. Das schon von Winfried Vogt analysierte „Gestaltungsprivileg“ der Kapitalgeber ist für ihn der sichtbare Beweis für ihre Macht, bestimmte Arbeitsbedingungen vorzugeben, an die sich die Arbeitnehmer – trotz Konkurrenz der Unternehmen um (qualifizierte) Arbeitskräfte – mehr oder weniger anpassen müssen.

In Teil II beschreibt Roloff sodann aus finanzwissenschaftlicher Perspektive die Machterosion von Staat und Gewerkschaften am Beispiel der internationalen Steuer-Standort-Konkurrenz. Diese Konkurrenz vermindert nicht nur das Steueraufkommen, sondern dient – vor allem vermittels aktueller oder potenzieller Bedrohung durch Abwanderung und Standortwechsel – zugleich auch als Hebel, um staatliche Aufgaben und Ausgabentätigkeiten einzuschränken. Roloff sieht als die destruktiven Konsequenzen dieser Standort-Konkurrenz eine beschleunigte Ausbeutung von Naturressourcen und die drohende Zerstörung menschlicher Lebensgrundlagen im Zuge der Globalisierung. Das führt ihn zur Abschlussfrage, ob und inwieweit die Macht der Kapitalgeber im Sinne einer global nachhaltigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Entwicklung begrenzt werde muss und welche Rolle dabei dem „ökonomischen Gesetz“ zukommt. Die weitgehende Gleichsetzung von „Kapitalgeber“ und „Unternehmer“ ist allerdings, zumal in der heutigen Welt, problematisch. Zudem lassen sich auch aus der Sicht der Gleichgewichtsökonomik Gegeneinwände gegen die dominante Position von Kapitalgebern und Unternehmen formulieren, deren Reichweite natürlich auch ihrerseits wieder im Hinblick auf die institutionelle Verfasstheit der „realen Welt“ dann wieder überprüft werden müsste.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Macht oder ökonomisches Gesetz?
Johannes Berger, Hans G. Nutzinger (Hg.):
Macht oder ökonomisches Gesetz?
the author
Prof. Dr. Otto Roloff
Otto Roloff

Von 1974 bis 1981 Professor für Finanzwissenschaft an der Universität Bremen, von 1981 bis 2003 Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft an der Bergischen Universität Gesamthochschule Wuppertal.

[weitere Titel]