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Thursday, August 22, 2019
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Markt-Pragmatik versus Markt-Apotheose
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Markt-Pragmatik versus Markt-Apotheose

23 Seiten · 3,69 EUR
(Juli 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Märkte gab es schon seit der späten Jungsteinzeit infolge regelmäßiger Tauschwirtschaft – regelmäßig im zeitlichen und normativen Sinn und meist an festen, wiederkehrend besuchten Orten.1 Der weitaus ältere altsteinzeitliche Handel über große Entfernungen bezeugt zwar die anthropologische Eigenart des Gütertauschs bereits für den frühen Homo sapiens, aber „erst im jüngeren Neolithikum entstand ein Handel im Sinne einer frühen Marktwirtschaft (Bernstein, Kupfer, Zinn, Robbenfelle, Haustiere usw.)“ (siehe Fiedler u.a. 2011). Neben lokale und regionale Markt- bzw. Handelsbeziehungen traten bald regelmäßig Fernhandelsgeschäfte, die sowohl vom Wachstum der die subsistenzwirtschaftliche Produktion übersteigenden Mehrproduktmengen und des Bedarfs an Luxuswaren als auch vom technischen Fortschritt der Verkehrssysteme zu Land und zu Wasser angespornt wurden. Märkte spielten eine wichtige Rolle beim Aufstieg von Hochkulturen, aber es handelte sich nicht um eine conditio sine qua non. Beispielsweise dominierten bürokratische Planung und naturalwirtschaftliche Redistribution im altägyptischen Reich oder im Inkastaat, und Märkte bzw. Ware-Geld-Beziehungen blieben dort nachrangig oder fehlten ganz. Trotz der im Verlauf der Zivilisationsgeschichte fortschreitenden Entfaltung von Marktbeziehungen dominierte bis zur Industriellen Revolution die subsistenzwirtschaftliche Agrarproduktion fast alle Volkswirtschaften.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Markt! Welcher Markt?
Walter Otto Ötsch, Katrin Hirte, Stephan Pühringer, Lars Bräutigam (Hg.):
Markt! Welcher Markt?
the author
Prof. em. Dr. Karl Georg Zinn
Karl Georg Zinn

emeritierter Professor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

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