sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Ökonomie 
Markt als Prinzip, als Instrument oder als besonderes Interaktionsfeld?
Downloadgröße:
ca. 163 kb

Markt als Prinzip, als Instrument oder als besonderes Interaktionsfeld?

Die Idee der Einbettung und der Begrenzung des Wettbewerbs

36 Seiten · 4,93 EUR
(19. Juli 2016)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung:

Die Eruptionen, die mit der 2007 einsetzenden Finanzkrise einhergingen und die Mainstream-Economics weitgehend unvorbereitet trafen (British Academy 2009), haben die vormals beinahe vollständige Hegemonie des Ökonomismus durchbrochen. „The era of market triumphalism has come to an end.“ (Sandel 2012, 6) Dies bedeutet nicht, dass die Marktgläubigkeit, die realpolitisch unter dem Begriff „Neoliberalismus“ firmiert und heute vor allem darin besteht, das Nachkriegsregime einer sozialpolitisch und regulatorisch gezähmten Marktwirtschaft zu zerstören, aus den Köpfen der politökonomischen Meinungsbildner verschwunden ist. Dies zeigt sich etwa in der breiten Unterstützung von „extremist pro-capital deals“ wie TTIP (Lazenby 2014) nicht nur durch Ökonomen, was wenig überrascht, da diese sich ja als die „konsequentesten Fürsprechern des Marktes“ verstehen (Breyer 2008, 129f.) – oder bis vor kurzem verstanden? –, sondern auch durch praktisch alle etablierten politischen Entscheidungsträger. Es zeigt sich auch darin, dass die erste Reaktion auf die Staatsschulden- und Eurokrise, die auf die Finanzkrise folgte, in der Forderung bestand, nun müssten alle Staaten Europas „Rosskuren“ nach dem Vorbild Deutschlands durchlaufen (Sinn 2011), was sodann „Reformen“ genannt wurde, die die Technokraten der sog. Troika den „Schuldenstaaten“ dann auch auferlegten.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Markt! Welcher Markt?
Walter Otto Ötsch, Katrin Hirte, Stephan Pühringer, Lars Bräutigam (Hg.):
Markt! Welcher Markt?
the author
PD Dr. Ulrich Thielemann
Ulrich Thielemann

Gründer und Direktor der Denkfabrik für Wirtschaftsethik (MeM) in Berlin, die sich für eine menschliche Umsetzung der Marktwirtschaft einsetzt; 2001-2010 Lehrbeauftragter für Philosophie und Wirtschaftsethik sowie Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen; 2005-2015 Associate Professor of Business Ethics der Graduate School of Management der Universität Educatis, Altdorf, Schweiz.

[weitere Titel]