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Thursday, September 19, 2019
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Mit oder gegen die Marktwirtschaft zur
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Mit oder gegen die Marktwirtschaft zur "sozialen Gerechtigkeit"?

18 Seiten · 2,98 EUR
(Februar 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Die aufgeworfenen Fragen sind nicht leicht zu beantworten, weil es selbst bei politischen Willens- und Entscheidungsträgern ? trotz des Scheiterns planwirtschaftlicher Systeme ? oft am Grundverständnis des ?Marktes? mangelt und weil der Begriff daher in der Öffentlichkeit negativ konnotiert ist. So wird auch über die Medien ein Bild transportiert, dass die ?Global Players?, die selbst nationale Regierungen durch geschickte Verlagerung von Kapitalien und Produktionsstätten zum Spielball ihrer Interessen machen, im Gegensatz zu jenen sieht, die in diesem Spiel nicht mithalten können, die unfair behandelt werden und fortdauernd soziale Einbußen hinnehmen müssen.

Kenntnisse aus der gründlichen Lektüre von Marx, Keynes, v. Mises, v. Hayek, Erhard, Müller-Armack und Schiller sind kaum anzutreffen. Dagegen scheint es, als ob die Sozialpolitiker aller politischen Richtungen die sog. Globalisierung nutzen, um auf die Schädlichkeit des wieder auferstandenen Liberalismus hinzuweisen. ?Ultraliberalismus, Neoliberalismus, Manchesterkapitalismus, Turbokapitalismus, Kapitalismus pur? oder gar ?Kapitalismus brutal? sind eine Auswahl von Vokabeln, mit denen der ?Markt? angeprangert wird.

Interessanterweise befinden sich unter den Kritikern des ?Neoliberalismus? gerade solche, denen es sonst im Öffentlichen Recht (z.B. in der Schule/Hochschule: Disziplin und Leistungsbereitschaft sind suspekt), im Privatrecht (etwa bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften) und im Strafrecht (der Täter ist das eigentliche ?Opfer?) nicht liberal genug zugehen kann.

Warum aber ist das so? Haben sich die Marktkritiker im Netz einer scheinbar sozialen Ideologie verfangen, oder führen sie aus Eigeninteressen die Bevölkerung populistisch in die Irre? Dem ist nur entgegenzuwirken, wenn klar ist, warum die Bevölkerung solchen Argumenten Glauben schenkt. Warum ist sie so ungeduldig und ängstlich bei Neuerungen?

Warum will sie nahezu rechnerische und unwiderlegbare Beweise, die auch noch im Vorhinein zu erbringen sind, dass vorgeschlagene Reformen tatsächlich Vorteile nach sich ziehen? Denn: Längere Durststrecken werden nicht als notwendige Gesundungsprozesse interpretiert, sondern als Beleg dafür, dass die Reformen eben doch nichts bringen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Siegfried F. Franke
Siegfried F. Franke

leitet seit 1991 die interdisziplinär angelegte Abteilung für Wirtschaftspolitik und Öffentliches Recht, Universität Stuttgart.

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