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Thursday, September 19, 2019
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Neue Ökonomie der Arbeit

453 Seiten ·  36,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-435-2 (November 2003 )

 
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Aktuellen Zeitdiagnosen zufolge wird die "Arbeitsgesellschaft" des 20. Jahrhunderts durch andere Gesellschaftsformationen abgelöst. In der "Wissensgesellschaft" und ihrer "Wissensökonomie" laufe das Wissen als Produktionsfaktor den Faktoren Kapital und Arbeit den Rang ab. Die Diagnose der "Netzwerkgesellschaft" (Netzwerkökonomie) setzt an diese Stelle die Vernetzung der Informations- und Finanzströme. Und in der Ökonomie der "Erlebnisgesellschaft" trete die Konsumtionssphäre in den Vordergrund. Doch keine dieser Diagnosen, die jeweils nur einen Modernisierungstrend zum Kennzeichen des Ganzen erklären, vermag eine seit Adam Smith gültige Einsicht umzustoßen. Die Quelle des gesellschaftlichen Reichtums ist Arbeit. Nachdem im 20. Jahrhundert vor allem Fragen der Verteilung des Arbeitsprodukts im Vordergrund standen, sind die Abgesänge auf die Institution Arbeit auch dadurch motiviert, dass im Zuge einer Restrukturierung der mittlerweile fast durchgängig kapitalistischen Weltwirtschaft die Verteilung von Arbeit selbst immer mehr zum Problem wird. Und damit auch die Finanzierung jener sozialen Sicherungssysteme, die ein Kernstück der Prosperitätskonstellation nach dem 2. Weltkrieg waren.

Was die Wirtschaftswissenschaften zu Prozessen der Dematerialisierung, Finanzialisierung und Kulturalisierung der Ökonomie zu sagen haben, und was zu nationalen, regionalen und betrieblichen Bewältigungsstrategien, skizziert dieser Sammelband - selbstverständlich nicht erschöpfend, sondern exemplarisch. Das Spektrum der diskutierten Probleme reicht von netzwerk- und umweltökonomischen Fragen der Generierung und Bewertung von Arbeit, über steuerrechtliche Einflüsse auf die Gestaltung des Vergütungssystems oder wirtschaftsrechtliche Einflüsse auf Bankensystem und Unternehmensbewertung, bis hin zur Bewertung und Gestaltung von Wissensarbeit. Praxisorientierte und theoretische Beiträge (u.a zum Verhältnis von Arbeit und Sozialkapital sowie zum 'Transformationsproblem') ergänzen einander.

  • Manfred Moldaschl und Friedrich Thießen
    Neue Ökonomie der Arbeit. Ein einführender Überblick

Neue Ökonomie der Arbeit

  • Uwe Götze
    Der Faktor Arbeit in der industriellen Standorttheorie
  • Joachim Käschel, Tobias Teich und Matthias Zimmermann
    Quantifizierung der Wirksamkeit von Partnern in einem Team auf der Basis von Soft-Fact-Ausprägungen
  • Ronald Hartz und Rainhart Lang
    Zwischen Subjekt und Gesellschaft. Forschungsperspektiven des Wandels organisationaler Kontrolle
  • Manfred Moldaschl
    Von der Personalwirtschaftslehre zur Wirtschaftslehre der Person? Konsequenzen von Intrapreneuring, neuer Selbständigkeit und Ich-AG
  • Peter Pawlowsky, Daniela Häuser und Silke Geithner
    Erfassung und Management immaterieller Ressourcen - eine Aufgabe für das Personalmanagement
  • Thomas Steger
    Personalabbau in Ostdeutschland - (k)ein Problem für die Führungskräfte?
  • Oleg Cernavin und Friedrich Thießen
    Von der Industrie- zur Wissensökonomie: Arbeit und Arbeitsorganisation im Zeitalter der Wissensgesellschaft
  • Helmut Woll
    Telearbeit und Beruflichkeit
  • Cornelia Zanger und Frauke Deckow
    Das Management von Arbeit aus der Perspektive des Marketing

Einfluss und Nutzung rechtlicher Kontexte

  • Ludwig Gramlich
    Telearbeit - Nationale und internationale Rahmenbedingungen und Vorgaben
  • Klaus Henselmann
    Vergütungssystem und Besteuerung
  • Claus Scholl
    Arbeitsrecht und Arbeitmarkt. Eine ökonomische Analyse

Arbeitsmarkt und Prosperität

  • Fritz Helmedag
    Leitlinien der Wirtschaftsförderung in Ostdeutschland
  • Klaus Dieter John
    Demographischer Wandel und Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Sachsen
  • Thomas Kuhn
    Arbeit und europäische Integration: Regionale Wachstums- und Distributionseffekte
  • Klaus Müller
    Neoklassische Arbeitsmarkttheorie und Beschäftigung in Ostdeutschland
  • Olaf Gierhake
    Beschäftigungsimpulse von Entrepreneurship-Lehrstühlen
  • Karen Pittel und Dirk Rübbelke
    Perspektiven für den ostdeutschen Arbeitsmarkt im Umweltschutz
  • Pia Weiß
    Finanzierungsalternativen der Arbeitslosenunterstützung bei dauerhafter Unterbeschäftigung
Utopie kreativ, Okt. 2004, S. 953-955 ()

"Das Buch entstand aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der TU Chemnitz. Es zeugt von der Breite des Forschungsspektrums, aber auch von der Qualität der geleisteten Forschungsarbeit und der Profilierung der Mitwirkenden. Am Anfang steht ein einführender Überblick der Herausgeber, worin sie sich mit den Begriffen „Arbeitsgesellschaft, Wissensgesellschaft, Dienstleistungsgesellschaft, Netzwerkgesellschaft“ usw. auseinandersetzen. Im Unterschied zu anderen Autoren sehen sie kein 'Ende der Arbeit' (Rifkin), sondern lediglich veränderte Rahmenbedingungen und Bewertungsmaßstäbe. Insgesamt machen sie elf Tendenzen einer 'Neuukonturierung von Arbeit' aus, woraus sich weitreichende Konsequenzen für Ökonomie und Gesellschaft ergeben, welche dann in den nachfolgenden Einzelbeiträgen Gegenstand einer eingehenden Behandlung sind. ...

Insgesamt verkörpert der Band eine beachtliche Bilanz zehnjähriger Forschungsarbeit. Es wird aber auch sichtbar, welche produktiven Potenzen einer interdisziplinären Arbeit innewohnen, zumal wenn diese zudem auch noch Züge einer Ost-West-Kooperation aufweist."




the editors
Prof. Dr. Manfred Moldaschl
Manfred Moldaschl ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der TU-Chemnitz. Forschungsschwerpunkte: Innovation, Beratung, Sozialkapital. [weitere Titel]
Prof. Dr. Friedrich Thießen
Friedrich Thießen Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der TU Chemnitz. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Insgesamt verkörpert der Band eine beachtliche Bilanz zehnjähriger Forschungsarbeit. ..."
    Utopie kreativ, Okt. 2004, S. 953-955 mehr...
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