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Monday, September 16, 2019
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Neues Geld – alte Geldpolitik?

Die EZB im makroökonomischen Interaktionsraum

"Schriftenreihe des Forschungsnetzwerk Makroökonomie und Makropolitik (FMM)"  · Band 5

398 Seiten ·  24,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-381-2 (Mai 2002 )

 
lieferbar sofort lieferbar

 

In den Arbeiten dieses Bandes geht es primär um die Untersuchung von Handlungsspielräumen der Europäischen Zentralbank in der konkreten Situation zunehmend globalisierter Märkte und dem konkreten Institutionengeflecht einer einheitlichen Geldpolitik im Euroland bei gleichzeitig fehlenden europäischen Akteuren auf den Gebieten der Finanz-, Sozial- und Lohnpolitik.

Inhalt

Arne Heise
Geldpolitik, der makroökonomische Interaktionsraum und die Schaffung einer beschäftigungs- und wachstumsfördernden Marktkonstellation

Teil 1: Monetäre Transmissionsprozesse

Claus Köhler
Transmissionsmechanismen der Geld- und Kreditpolitik
Jochen Hartwig
Geldpolitik in einem postkeynesianischen Simulationsmodell der Schweizer Volkswirtschaft

Teil 2: Ziele der Geldpolitik in der Diskussion

Michael Heine, Hansjörg Herr
Zwickmühlen der europäischen Geldpolitik: Muddling Through mit John Maynard Friedman?
Wolfgang Schröder
Moderate Inflation - Sand oder 'grease' im Getriebe der Realökonomie?
Wolfgang Filc
Überlegungen zum wachstumsneutralen Zins

Teil 3: Geldpolitik im Interaktionsprozess

Sebastian Dullien
Gewerkschaften, Geldpolitik und Beschäftigung: Warum die EZB aktiv in einen Beschäftigungspakt eingebunden werden muss
Eckhard Hein
Geldpolitik und Lohnverhandlungssysteme in der EWU
Arne Heise
Ein Loblied auf den kooperationsfreudigen Zentralbanker
Jan Priewe
Kooperative makroökonomische Politik für stabile Preise und mehr Beschäftigung in Europa
Klaus Bartsch/Eckhard Hein/Achim Truger
Zur Interdependenz von Geld- und Lohnpolitik

Teil 4: Institutionelle Rahmenbedingungen

Philip Arestis / Malcolm
Fiscal and Monetary Policies in the Eurosystem
Arne Heise
Bedeutung und Perspektiven des EU-Makrodialogs
Utopie kreativ Juli/August 2003, S. 770-771 ()

"... Um so mehr ist es zu begrüßen, daß mit dieser Publikation versucht wird, diesen engen Diskussionsrahmen zu durchbrechen und einige grundsätzliche Fragen der Geldpolitik zu thematisieren und im Rahmen einer makroökonomischen Betrachtung zu diskutieren. Es handelt sich bei diesem Buch also nicht um eine monetärpolitisch-introvertierte Analyse, sondern um eine thematisch eher breit angelegte makroökonomische Untersuchung, in deren Zentrum dann freilich aber doch die Geldpolitik steht, so wie sie sich unter den Bedingungen des europäischen Währungssystems aktuell darstellt. Dabei geht es den Autoren vor allem um eine Kritik des herrschenden Neomonetarismus und seiner wirtschaftpolitischen Explikationen sowie um die Herausarbeitung alternativer Konzepte. ...

In dreizehn Beiträgen diskutieren namhafte Autoren Ideen, Konzepte, Kritikpunkte und Alternativen des geldpolitischen Handelns. Grundtenor ist dabei die Einbettung der Geldpolitik in einen makroökonomischen Gesamtzusammenhang und Interaktionsraum, also die Betonung der Verantwortung der EZB nicht nur für die Preisniveaustabilität, sondern auch für Wachstum und Beschäftigung. Dem liegt eine gegenüber dem originären keynesianischen Konzept signifikante Aufwertung ('Renaissance') der Geldpolitik und entsprechende Zurücknahme der Finanzpolitik zugrunde - eine in letzter Zeit oft zu hörende These. Damit verbunden ist allerdings das Problem der Transmission der Geldpolitik in den realen Teil der Volkswirtschaft, eine Frage, womit sich die hier vereinigten Aufsätze schwerpunktmäßig auseinandersetzen. Konkret geht es dabei vor allem um die Analyse von Handlungsspielräumen der EZB unter den Bedingungen der Globalisierung und gleichzeitig fehlenden Akteure auf den Gebieten der Finanz-, Lohn und Sozialpolitik. ...

Der vierte und letzte Teil ist schließlich den institutionellen Rahmenbedingungen der Makropolitik in der Europäischen Union gewidmet. Die Schlußfolgerungen lauten dahingehend, daß der Geldpolitik sehr wohl ein Einfluß auf die Realökonomie eingeräumt wird und daß folglich eine einseitige, nur auf die Geldwertstabilität ausgerichtete, Geldpolitik Wachstum und Beschäftigung dauerhaft gefährden. Die Autoren machen aber auch ihre Zweifel deutlich, hier kurzfristig zu einer veränderten Weichenstellung und neuen Verantwortungszuordnung zu gelangen. Insofern erweist sich das Buch in der Tat als ein alternatives Diskussionsangebot an die Politik sowie als anregende Lektüre für alle an Geldpolitik Interessierten."




the editor
Prof. Dr. Arne Heise
Arne Heise ist Universitätsprofessor für Finanzwissenschaft und Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Insofern erweist sich das Buch in der Tat als ein alternatives Diskussionsangebot an die Politik sowie als anregende Lektüre für alle an Geldpolitik Interessierten." ...
    Utopie kreativ Juli/August 2003, S. 770-771 mehr...
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft-Bibliografie 3/2003, S. 1730-1731
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