sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Sunday, September 22, 2019
 Startseite » Politik  » Politik, Demokratie & Verfassung 
Partizipation an freiwilligen Vereinbarungen
Downloadgröße:
ca. 166 kb

Partizipation an freiwilligen Vereinbarungen

18 Seiten · 3,83 EUR
(Mai 2006)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Zusammenfassung:

Freiwillige Vereinbarungen bauen auf (kooperativen) Verhandlungsprozessen auf. In ökonomischen Analysen wird dabei übersehen, dass der Vereinbarung häufig die individuelle Entscheidung über die Teilnahme an Verhandlungen vorausgeht. So gibt es bei Verhandlungen zwischen Tarifpartnern, in Interessenverbänden, bei der freiwilligen Bereitstellung öffentlicher Güter, in den Gremien der Europäischen Union, bei der Beteiligung an Teamproduktion und -entscheidungen, in Fragen der Koordination von Entwicklungshilfe oder bei Volksabstimmungen (z.B. über Verfassungsregeln) immer wieder den Usus, dass einzelne potenzielle Vertragsseiten nicht oder erst später an den Verhandlungen bzw. Abstimmungen teilnehmen (können). Zum Beispiel war es lange Zeit völlig offen, welche Unternehmenskreise sich an der freiwilligen Vereinbarung der Unternehmer im Rahmen des Ausbildungspaktes beteiligen würden. Nicht nur in Wirtschaftsunternehmen gibt es Stakeholder, die von der Teilnahme an Verhandlungen absehen, obwohl sie nicht prinzipiell ausgeschlossen sind. Auch in der Spieltheorie wird selten zwischen Partizipationsentscheidungen der potenziell beteiligten Seiten und der eigentlichen Vereinbarungsebene unterschieden. Es gibt keine Trennung zwischen „Participation Game“ und „Contribution Game“. Eine freiwillige Bildung des Verhandlungsgremiums setzt aber die Entscheidung zur Beteiligung und Ausgestaltung der Verhandlungsbedingungen voraus. Der Beitrag arbeitet anhand einzelner Beispiele die Bedeutung der Partizipationsentscheidung für diese allgemeine Zwei-Ebenen-Problematik freiwilliger Vereinbarungen heraus und verdeutlicht die individuelle Rationalität hinter der frei gewählten Abstinenz, die selbst bei gesetzlich vorgesehener, ökonomisch oder sozial erwünschter Partizipation an Entscheidungen oder ökonomischen Residualgrößen wie z.B. Gewinnbeteiligungen vorliegen kann. Insgesamt wird damit ein Fundament für eine politisch-ökonomische Theorie zur Implementierung und Feasibilität, d.h. zur Praktikabilität gesellschaftlich vorgesehener bzw. nicht explizit ausgeschlossener Partizipation gelegt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. K. J. Bernhard Neumärker
K. J. Bernhard Neumärker

Professor für Wirtschaftspolitik mit Schwerpunkt Ordnungspolitik in der Abteilung für Wirtschaftspolitik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Mitglied des Centre for Security and Society an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

[weitere Titel]