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Produktion von umweltfreundlicher Informationstechnik
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Produktion von umweltfreundlicher Informationstechnik

Globale Harmonisierung und Einigung auf wenige weltweite Umweltstandards dringend erforderlich

17 Seiten · 3,20 EUR
(16. Juni 2010)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung:

Geräte der Informationstechnik wie Computer, Drucker, Navigationsgeräte, Mobiltelefone nutzen natürliche Ressourcen sowohl bei der Herstellung, dem Vertrieb, Transport, Gebrauch und letztendlich auch bei der Außerdienststellung. Damit belasten sie – wie jedes andere Produkt auch – die Umwelt. Im Gegensatz zu anderen Produkten und Techniken kann die Informationstechnik (IT) jedoch viele Prozesse und Techniken anderer Branchen im Hinblick auf ihre Umweltbelastung optimieren oder ermöglicht erst dadurch den Ersatz umweltschädlicher Prozesse durch neue Techniken.

Offensichtlich energie- und ressourcenschonend ist beispielsweise das Online-Shopping, das sowohl die Fahrten der Kunden zu den einzelnen Geschäften als auch den Einzelhandel in einigen Branchen überflüssig macht. Ebenso werden die neue Generation von Videokonferenzen, die eine verzögerunsgfreie Ton- und Bildübertragung ermöglichen, als Ersatz für Geschäftsreisen verstärkt ausgebaut. Dies spart Kosten auf der Unternehmensseite und Ressourcen durch unterlassene Flüge, Auto- oder Bahnreisen. Mittels neuester Software und IT-Steuerung werden auch Stromnetze intelligenter: Sogenannte „Intelligent Grids“ ermöglichen die Anpassung und Abstimmung von Verbrauch und aktuellem Stromangebot innerhalb der Stromnetz-Systeme. In solchen Systemen werden zeitunkritische Verbraucher, wie etwa Waschmaschinen im Privathaushalt, nur dann eingeschaltet, wenn ausreichend Strom im Netz angeboten wird. Die Steuerung eines solchen Netzwerks sowie die ‚Umleitung‘ entsprechender Strommengen bedarf einer Vielzahl von Informationen, die nur durch den Einsatz von IT erhoben und verarbeitet werden können.

Nur so ist der Einsatz von fluktuierenden Energiequellen wie Wind- und Sonnenenergie in großem Maßstab möglich. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten, die der Einsatz von IT zum Erhalt der Umwelt bietet, müssen auch die durch IT-Geräte verursachten Umweltbelastungen weiter reduziert werden. Dabei ist eine ganze Reihe von Parametern zu beachten: Rohstoff-, Wasser- und Energieverbrauch bei der Herstellung, neue Erkenntnisse über die Toxizität von Materialen, die technische Entwicklung, das Kaufverhalten von Konsumenten und Großkunden, eine umweltorientierte Gesetzgebung im Hinblick auf die Produkt- und Rohstoffpolitik sowie Umweltzeichen. All diese Punkte haben einen Einfluss darauf, in welchem Maße die Hersteller ihre Produkte bezüglich der Umweltparameter optimieren. In Abwägung der damit verbundenen Kosten, des Aufwands und der Umsatz- und Gewinnerwartungen entscheiden sich die Produzenten für oder gegen ein umwelttechnisch verbessertes Produkt-Design. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Impulse künftige Rahmenbedingungen in Form von gesetzlichen Regelungen, Umweltstandards und wirtschaftlichen Anreizen geben können, um ein branchenweites Umdenken und Handeln zu initiieren. Als Basis dafür werden in dem Artikel Rückschlüsse aus dem Wechselspiel zwischen den Vorgaben der Gesetzgebung, Marktkomponenten wie Verfügbarkeit von Rohstoffen, Preisen, technischen Innovationen und Kundenverhalten gezogen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nach uns, ohne Öl
Michael Angrick (Hg.):
Nach uns, ohne Öl
the author
Klaus Hieronymi
Klaus Hieronymi

ist der Umweltsprecher des Vorstandes von Hewlett- Packard in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika. In dieser Funktion steht er einem Entscheidungsgremium für die Ausrichtung von HPs Umweltstrategie, dem ‚Environmental Leadership Council’, vor und leitet seit 1998 den Bereich ‚Umweltmanagement’ für diese Region. Er veröffentlichte verschiedene wissenschaftliche Abhandlungen, insbesondere im Bereich Produktrücknahme und Herstellerverantwortung, und vertrat bis 2008 HP im Aufsichtsrat der European Recycling Platform (ERP), die von HP, Electrolux, Braun-Gillette sowie Sony gegründet wurde. Nach dem Studium der Geologie und Betriebswirtschaft in Deutschland, Österreich und Südafrika kam Klaus Hieronymi 1983 zu HP. Er hatte verschiedene Positionen im Vertrieb und Marketing in Europa und Asien inne, bevor er in den Bereich Umwelt wechselte.