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Säkulare und religiöse Elemente einer ökologischen und nachhaltigen Gesellschaftsordnung

Eine Zusammenschau

"Ökologische Ordnungen (Bausteine)"  · Band 5

158 Seiten ·  19,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1345-9 (26. Februar 2021 )

 
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Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind ökologische Fragen oder Problemfelder mit einer ökologischen Dimension: Klimawandel, Migration, Armut, weltweite Gesundheit sowie Krieg und Terrorismus. Der Umbau unserer fossilen Energie- und Mobilitätsgesellschaft wird nur gelingen, wenn alle Länder, Gemeinschaften, Weltanschauungen und Religionen ihren Beitrag dazu leisten können und auch ernst genommen werden. Gestützt auf die vorab erfolgten Analysen säkularer, jüdischer, christlicher und islamischer Natur-, Umwelt- und Schöpfungsvorstellungen stellt der vorliegende Band gemeinsame und unterschiedliche Sichtweisen nebeneinander, diskutiert mögliche Gemeinsamkeiten und Differenzen aus transsäkularer und interreligiöser Perspektive und arbeitet Prinzipien für eine mögliche weltanschauungsübergreifende Umweltordnung und eine nachhaltige Weltgesellschaft heraus.
P.S., 27.8.2021 ()

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Ein schmaleres Bändchen aus dem gleichen Verlag liefert die Bilanz einer ganzen Reihe von Analysen des in der Schweiz wirkenden Ethnologen und Religionswissenschaftlers Christian Jäggi. Auch hier geht es im Kern um das Scheitern rational argumentierender Bestrebungen sowie den dringend notwendigen weltweiten Aufbruch zur «ökologischen und nachhaltigen Gesellschaftsordnung». Entscheiden eben am Ende doch alte und tief gründende Weltanschauungen, ob neue Wege eingeschlagen werden? Gezeigt werden Elemente, die behindernd oder dem Ziel dienlich sein könnten. Vorab geht es um jüdische, christliche und islamische, also religiöse Natur-, Umwelt- und Schöpfungsvorstellungen. Aber ‹säkulare› Sichtweisen fehlen nicht. Links oder rechts seien dabei nicht unbedingt entscheidend. Gerade sozialdemokratische und kommunistische Parteien standen den Umweltanliegen lange ablehnend gegenüber. Erst als sich Teile der 68er-Bewegung in neuen, grünen Formationen zusammenfanden und Ökologieprobleme als Fragen des Wirtschaftssystems vertieft thematisiert wurden, nicht nur als «Auswüchse» der Marktwirtschaft, kam es zu Verknüpfungen mit konservativer Ethik.

Wieder wird hier beim Lesen klar, dass wir seit Jahrzehnten ähnliche Diskussionen führen. Im mir näheren nichtreligiösen Lager wuchs das Interesse an indigenen Traditionen, als in Krisenlagen offenbar wurde, dass Vernunft allein als Kraft für die fällige Veränderung nicht reicht. Plötzlich stiessen stärker naturbezogene feministische Postulate, auch Thesen der sogenannten Tiefenökologie, sogar die Gaia-Theorie auf Interesse, trotz Esoterikverdacht. «Brückenkonzepte» wurden entworfen, um kulturelle Schranken zu überwinden. Ich selbst konstatierte eines Tages verwundert, dass mir die Umweltenzyklika von Papst Franziskus in weiten Teilen als in sich stimmige Grundlage für die Bewahrung dessen erschien, was ich nie als Schöpfung bezeichnen würde. Die in ‹Laudato Si› postulierte «Genügsamkeit und Demut» bräuchten wir dringend. Kampfgeist und Solidarität könnten Gegengaben sein."




the author
Dr. Christian J. Jäggi
Christian J. Jäggi Dr. phil. Ethnologe und Dr. theol. Theologe, arbeitet zu ethischen, ökologischen und volkswirtschaftlichen Themen mit Schwerpunkt Judentum, Christentum und Islam sowie interreligiöser Dialog. Er ist Dozent und Geschäftsleiter des Vereins Inter-Active in Meggen/Schweiz. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "«Genügsamkeit und Demut» bräuchten wir dringend" ...
    P.S., 27.8.2021 mehr...
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