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Monday, September 16, 2019
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Sozioökonomik: Das Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft akademisch betrachtet
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Sozioökonomik: Das Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft akademisch betrachtet

36 Seiten · 4,56 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeberin:

Dieter Bögenhold betrachtet die Sozioökonomik aus der Perspektive der akademischen Entwicklungen innerhalb und zwischen verschiedenen Disziplinen. In der Soziologie finden wir heute in steigendem Maße die Bezugnahme auf die "social embeddedness" von wirtschaftlichem Verhalten und wirtschaftlichen Institutionen. Wirtschaftliches Handeln wird damit als Gegenstandsbereich soziologischen Denkens konzeptualisiert. Diese Entwicklung ist zeitgleich mit Tendenzen in der Ökonomik, in der sich unter dem Etikett "Heterodox Economics" ebenfalls eine stärkere Betonung von Institutionen und sozialen Zeit-Raum-Bezügen abzeichnet.

Tendenziell bewegt sich die Ökonomik damit teilweise wieder auf ein Konzept zu, das Elemente der Historik, Soziologie, Psychologie und Religionswissenschaften integriert. Das Bewusstsein von "culture matters" ist innerhalb der akademischen Welt gestiegen und Lehr- und Forschungsinhalte in den Sozialwissenschaften profitieren davon: Wirtschaftssysteme werden weniger in abstracto, sondern in Bezug auf die konkrete Bedeutung ihrer Institutionen betrachtet. Zahlreiche Neuentwicklungen entstehen, unter anderem im Rahmen von evolutorischen Ansätzen (u.a. Complexity- und Chaos-Theorien), oder es werden Verbindungslinien zur Biologie oder Medizin ("Neuroeconomics") gezogen.

Auch die Soziologie und die Sozialwissenschaften allgemein sind damit gefordert, diese Entwicklungen zu perzipieren und eigene Kompetenzen in diese einzubringen. Die Wissenschaften sind in Veränderung und gehen untereinander neue Verbindungen ein. Vieles deutet darauf hin, dass in diesem akademischen Szenario der Terminus der Sozialökonomik aus dem späten 19. Jahrhundert wieder mit neuem Leben gefüllt werden kann.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Sozioökonomie
Gertraude Mikl-Horke (Hg.):
Sozioökonomie