sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Monday, September 23, 2019
 Startseite » Ökonomie  » Märkte, Institutionen & Konsum  » Institutionen, Normen & Recht 

Verhaltensbindung und die Evolution ökonomischer Institutionen

"Institutionelle und Evolutorische Ökonomik"  · Band 3

Habilitationsschrift

500 Seiten ·  36,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-136-8 (Juni 1997 )

 
lieferbar sofort lieferbar

 

Warum geben wir selbst in fremden Städten einem Taxifahrer ein Trinkgeld? Wie entstehen Eigentumsrechte? Warum und wie stabilisieren sich Kastensysteme? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Religion und Ökonomie? Warum gibt es Unternehmungen? Wie können Standards bei der Lohnfindung und bei Laufbahnregelungen in Unternehmungen erklärt werden? Solche und ähnliche Fragen sind Gegenstand institutionenökonomischer Analysen, d.h. es wird untersucht, wie sich Sitten, Normen, Märkte und Unternehmungen etc. herausbilden.

In der gängigen Interpretation werden Institutionen als Restriktionen und Anreizsysteme verstanden, die es ermöglichen, dass sich Individuen gegenseitig glaubhaft an bestimmte Verhaltensweisen binden, die für alle gemeinsam von Vorteil sind. Diese Sichtweise übersieht jedoch, daß es neben Anreizen und Verboten noch ganz andere Mechanismen der Verhaltensbindung gibt, die auf einer situativen, psychologischen Ebene liegen und dass es analytisch notwendig ist, diese Formen der Verhaltensbindung in die Institutionenanalyse zu integrieren. In diesem Buch wird gezeigt, wie stark institutionenökonomische Fragen von Verhaltensbindungsproblemen geprägt sind. Es wird ein Ansatz entwickelt, der sowohl strategische als auch psychologische Formen der Verhaltensbindung thematisiert, der die umfassende verhaltensbindende Kraft von Institutionen in das Zentrum der Analyse rückt und der zeigt, dass psychologische Verhaltensbindungen entscheidend für das Verständnis der Evolution ökonomischer Institutionen sind.

Journal of Institutional and Theoretical Economics - JITE, Juni 1998, S. 479-480 ()

"Gisela Kubon Gilke's interesting book can be read at three levels. Her specific aim is as indicated in the title - to provide a convincing and more fundamental basis for a better understanding of the emergence and effectiveness of 'self binding' behavioural constraints which may run counter to opportunities for achieving personal advantages, and an indication of how this influences the emergence, the nature, and the persistence of viable institutions. This basic undertaking is embedded in a wider, critical and informative review of modern institutional theories in two lengthy chapters (chs. 2 and 3) covering more than half of the book (270 pages) which can be read by themselves as a useful survey of modern institutional theory (influenced by the special perspective of the book). And thirdly, there is a special self contained chapter (ch. 4) of 84 pages which gives a short, but instructive introduction to the ideas of gestalt theory which provides the psychological basis for the proposed reform of institutional theory. This is then illustrated in the rest of the book (chs. 5 and 6).

In conclusion let me say that I regard Kubon Gilke's book as a valuable and interesting addition to the proliferating literature an institutional economics. She writes in a clear style with technicalities reduced to a necessary minimum so that the book is extremely readable. Her coverage of the literature is very wide. The economic and psychological sources contained in a reference list of 28 pages are well interwoven into the text. Her stress an the need to pay more attention to psychological elements and the path- and context-dependence of institutional and behavioural development deserves - in my opinion - full support even if one does not necessarily share her enthusiasm for the gestalt theoretical foundation. Other approaches can lead to similar conclusions. One serious criticism remains: the lack of an index (persons and subjects) in a book like this is hardly excusable."



Kyklos, 1998, S. 600-603 ()

"Die ausgesprochen lesenswerte Arbeit von Gisela Kubon Gilke ist innovativ und herausfordernd. Grundsätzlich verfolgt die Verfasserin drei Ziele: (a) Sie will aufzeigen, dass ein systematischer Zusammenhang zwischen Präferenzen und Institutionen besteht; (b) besagter Zusammenhang soll mittels des gestaltpsychologischen Ansatzes fundiert werden und (c) die Relevanz der Theorie für die Analyse ökonomischer Probleme soll herausgearbeitet werden. Ziel (a) wird meines Erachtens erreicht. Hinsichtlich des Ziels (b) kann zumindest konstatiert werden, dass die Gestalttheorie einen interessanten Ansatz darstellt, der dazu geeignet ist, zusätzliche Erkenntnisse zu erzielen. Im Hinblick auf Ziel (c) lässt sich eine grundsätzliche Relevanz bestätigen, wenngleich die grosse scheinbar umfassende Bedeutung, die die Verfasserin für ihren Ansatz in Anspruch nimmt, an dieser Stelle bezweifelt wird.

Allgemein lässt sich feststellen, dass die innovative und gut lesbare Arbeit von Kubon-Gilke zwei wichtige Beiträge zur Neuen Institutionenökonomik liefert: Zum einen vertieft sie unser Verständnis für die Wirkungsweise von Institutionen und zum anderen setzt sie das vielbeschworene und mit vielen Umsetzungsproblemen behaftete Programm der interdisziplinären Forschung in den Gesellschaftswissenschaften in einer ungewöhnlich gelungenen Weise um."


the author
Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke
Gisela Kubon-Gilke Professorin für Ökonomie und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "In conclusion let me say that I regard Kubon Gilke's book as a valuable and interesting addition to the proliferating literature an institutional economics." ...
    Journal of Institutional and Theoretical Economics - JITE, Juni 1998, S. 479-480 mehr...
  • Ökonomie und Gesellschaft, 3/1998, S. 414-417
  • "Allgemein lässt sich feststellen, dass die innovative und gut lesbare Arbeit von Kubon-Gilke zwei wichtige Beiträge zur Neuen Institutionenökonomik liefert" ...
    Kyklos, 1998, S. 600-603 mehr...
das könnte Sie auch interessieren