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Verpflichtung versus Liberalität
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Verpflichtung versus Liberalität

Die zweite kopernikanische Wende der Nationalökonomie ?

11 Seiten · 2,80 EUR
(12. Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Auch Bernd Niquet setzt sich kritisch mit der Eigentumstheorie von Heinsohn und Steiger auseinander. Das Eigentum wird hier zu dem, was bei Riese das Geld ist, nämlich zum Zentrum und zur quantitativen Beschränkung des Wirtschaftens. Er stimmt zu, dass die Entstehung von Geld und Geldwirtschaft zwangsläufig damit verbunden war, dass gutes Geld stets nur dasjenige Geld war, welches gegen gute Sicherheiten, sprich Eigentumswerte emittiert wurde. Die Verpflichtung zum Wirtschaften, der Zwang, aus der erforderlichen Vorfinanzierung Zins und Tilgung herauszupressen, wird seiner Ansicht nach in dem Ansatz von Heinsohn/Steiger zwar zureichend vermittelt, aber wenn das Eigentum tatsächlich als Zentrum und Restriktion einer Wirtschaft zu begreifen ist, dann müsste nach Niquet das Geld im Vergleich dazu überschüssig sein. Wie dann eine Wirtschaft funktionieren kann, bleibt ihm völlig unerfindlich.

Den von ihm vermuteten Fehler der Eigentumstheorie, dass sich die Qualität des Geldes nach der Qualität der Aktiva der Notenbank richten müsste, sieht Niguet spiegelbildlich zum von ihm postulierten Irrglauben, der Wert einer Aktie müsse sich nach dem „inneren Wert“ eines Unternehmens richten. Warum sollte eine Aktie den inneren Wert eines Unternehmensanteiles widerspiegeln? Den Hintergrund dieser Frage bildet die Annahme, dass Aktien als Verbriefung von Anteilen an einem Unternehmen in der gleichen Art und Weise bewertet werden müssten, wie das ganze Unternehmen. Dem widerspricht Niquet mit dem Hinweis, dass die Bewertung der Aktien z. B. im „Neuen Markt“ nicht durch die inneren Werte dieser Unternehmen erklärbar seien. Diese Einsicht überträgt er auf das Geld. Gutes Geld erfordert zwar eine Absicherung im Vermögen – ganz wie das Cabrio eines Klappverdecks bedarf. Man müsse aber ein Auto nicht immer offen fahren, um zu beweisen, dass es ein Cabrio ist und entsprechend nicht jede Note mit sicheren Vermögenswerten decken, um das Vertrauen in die Währung zu verteidigen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Verpflichtungsökonomik
Hans-Joachim Stadermann, Otto Steiger (Hg.):
Verpflichtungsökonomik
the author
Dr. Bernd Niquet
Bernd Niquet

Volkswirt, freier Schriftsteller, Berlin

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