sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Politik  » Wirtschaftspolitik 
Vielfalt in der Wirtschaftspolitik: Die Dahrendorf-Hypothese aus ökonomischer Sicht
Downloadgröße:
ca. 477 kb

Vielfalt in der Wirtschaftspolitik: Die Dahrendorf-Hypothese aus ökonomischer Sicht

Mit einem 4seitigen Korreferat von Christian Cordes

20 Seiten · 3,29 EUR
(Juni 2006)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung der Herausgeber:

Jan Schnellenbach thematisiert die institutionellen Bedingungen einer evolutorisch gefassten Wirtschaftspolitik. Sein Beitrag zur evolutorischen Konzeption des wirtschaftspolitischen Systemwettbewerbs rezipiert Auseinandersetzungen um das Konzept des Fiskalföderalismus, wobei das Politikfeld der Besteuerung als konkreter Gegenstand dient. Schnellenbach entwickelt seine Argumentation auf der Grundlage von Ralf Dahrendorfs These, dass die Aufrechterhaltung von institutioneller Vielfalt und systemischer Offenheit einer Konvergenz wirtschaftspolitischer Struktur- und Handlungsmuster entgegenstehe. Unter Berücksichtigung von radikaler Unsicherheit wird dezentrales Experimentieren zum maßgeblichen Ausdruck einer evolutorisch gefassten Wirtschaftspolitik. Für die Einschätzung wirtschaftspolitischer Effizienz gilt dann jedoch, dass wohlfahrtstheoretische Effizienzkriterien nicht mehr für die Auswahl optimaler Handlungsalternativen einsetzbar sind. Allerdings müssen wirtschaftspolitische Harmonisierungsbestrebungen schon daran scheitern, dass jede institutionelle Adaption im Rahmen kollektiver Lernprozesse notwendig auch kreative Elemente beinhaltet. Institutionelle Pfadabhängigkeit wird daher zum maßgeblichen Faktor für anhaltende wirtschaftspolitische Vielfalt.

Christian Cordes betont im Korreferat, dass sich institutionelle Vielfalt in der Wirtschaftspolitik sowohl aus der kontinuierlichen Akkumulation von Wissen wie auch aus der Struktur von Bedürfnissen und Präferenzen ergibt. Entsprechend steht eine evolutorische Theorie der Wirtschaftspolitik vor der Aufgabe, die den wirtschaftspolitischen Gestaltungsoptionen zugrunde liegenden Vermittlungsformen kulturellen Lernens analytisch zugänglich zu machen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Institutioneller Wandel, Marktprozesse und dynamische Wirtschaftspolitik
Marco Lehmann-Waffenschmidt, Alexander Ebner und Dirk Fornahl (Hg.):
Institutioneller Wandel, Marktprozesse und dynamische Wirtschaftspolitik
the authors
Dr. Christian Cordes

Max-Planck-Institut zur Erforschung von Wirtschaftssystemen Jena Abteilung Evolutionsökonomik

Dr. Jan Schnellenbach

Nach Station in St. Gallen, Schweizerisches Institut für Aussenwirtschaft und angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW-HSG) und Universität Marburg, Abteilung Finanzwissenschaft jetzt Universität Heidelberg am Finanzwissenschaftlichen Lehrstuhl bei Prof. Lars Feld.

[weitere Titel]