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Welches
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Welches "European Institute of Technology"?

19 Seiten · 3,88 EUR
(Januar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Im Rahmen der Neuorientierung der Lissabon-Strategie hat die Kommission im Februar 2005 neben eine Reihe anderer Initiativen die Einrichtung eines ?European Institute of Technology? (EIT) vorgeschlagen, das zunächst noch vorwiegend auf die Erhöhung der Innovationsausgaben ausgerichtet war. Im folgenden Konsultationsprozess und nach zahlreichen Stellungnahmen der betroffenen Institutionen hat sich die Perspektive verbreitert, sodass das EIT nunmehr zu einem ?Referenzmodell? für die Zusammenführung von Bildung, Forschung und Innovation und einem ?europäisches Symbol? für die Verwirklichung einer wissensbasierten und wettbewerbsfähigen Gesellschaft werden soll (Commission 2006 a). Obwohl in der bisherigen Diskussion und vermutlich auch nach der für Herbst 2006 angekündigten Mitteilung der Kommission zahlreiche Fragen offen bleiben (werden), scheint die Grundstruktur der EIT bereits festgeschrieben. In organisatorischer Hinsicht sollen an mehreren Stand-orten ?Wissensgemeinschaften? (Knowledge Communities, im Folgen-den mit KCs abgekürzt) entstehen, in denen Universitäten, außeruniver-sitäre Forschungszentren und private Unternehmen zusammenarbeiten und deren Aktivitäten auf gesamteuropäischer Ebene von einem ?Governing Board? mitgesteuert werden. Inhaltlich gesehen soll die Steigerung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch exzellente Bildung und Forschung in der Natur- und Ingenieurwissen-schaften sowie einen effizienten Transfer der neuen Wissens im Vorder-grund stehen. Das EIT soll darüber hinaus zur Weiterentwicklung des ge-samten europäischen Wissensraumes dadurch beitragen, daß es als Refe-renzmodell aufzeigt, wie der Europäische Bildungs- und Forschungsraum unter dem Gesichtspunkt von Innovationen beflügelt werden kann. Und schließlich soll die Finanzierung des Vorhabens durch gemeinsame An-strengungen der EU und der beteiligten Partner erfolgen, wobei es um die Bündelung vorhandener Ressourcen und um zusätzliche Finanzmittel geht. Angesichts der europäischen Innovationslücke und der Aufwertung von Forschung und Entwicklung zu einer absoluten Priorität wird die Einrichtung des EIT in den meisten Stellungnahmen vom Grundsatz her akzeptiert, aber mit zahlreichen Forderungen verbunden, die die unter-schiedlichen Interessen der Mitgliedsländer, der Unternehmen, Univer-sitäten usw. widerspiegeln. Da der komplizierte europäische Abstim-mungsprozess oft zum kleinsten Nenner führt, könnte sich aus der zu-nächst angestrebten Institution lediglich ein weiteres ?Instrument? (EURAB 2006) ergeben, das weder zu einem innereuropäischen Refe-renzmodell, noch zu einem weltweiten ?Flaggschiff? (Commission 2006b) wird.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Dr.h.c. Erich Hödl
Erich Hödl

1974-1977 Professor für Politische Wirtschaftslehre an der Universität Kassel; seit 1977 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Bergischen Universität Wuppertal, 1991-1999 Rektor; 2000-2004 Rektor der Technischen Universität Graz. Seit 1997 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften.

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